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Wirtschaft

Das neue Technologiezentrum ist eröffnet

Wirtschaftsministerin Ilse Aigner schneidet in Regensburg das symbolische grüne Band vor den Türen der Tech-Base durch.
Von Julia Ried, MZ

Ilse Aigner schnitt mit R-Tech-Chef Alexander Rupprecht (dritter von links), Oberbürgermeister Joachim Wolbergs (zweiter von rechts) und Vertretern der Stadt und ihren Töchtern das grüne Band durch.
Ilse Aigner schnitt mit R-Tech-Chef Alexander Rupprecht (dritter von links), Oberbürgermeister Joachim Wolbergs (zweiter von rechts) und Vertretern der Stadt und ihren Töchtern das grüne Band durch. Foto: Lex

Regensburg.Mit Wirtschaftsministerin Ilse Aigner kam am Donnerstag zwar ein hoher Ehrengast zur Eröffnung des neuen Technologiezentrums. Trotzdem war der Teppich vor dem Haus am Galgenberg nicht rot, sondern grün, und ebenso das Band, das Ilse Aigner mit Vertretern der Stadt und ihrer Tochterfirmen durchschnitt.

Grün steht für die Hoffnung und davon ruht viel auf der Tech-Base. Immerhin hat die Stadt Regensburg 28,5 Millionen Euro in sie investiert. 3,5 Millionen Euro kamen von der EU – diese und weitere Zahlen liefen bei der Feierstunde zum offiziellen Start vor rund 250 geladenen Gästen aus Politik und Wirtschaft über den großen Flachbildschirm im Foyer.

In der zweiten Reihe neben den paar Stuhlreihen stand Oberbürgermeister a. D. Hans Schaidinger, in dessen Amtszeit die Entscheidung für den Neubau fiel. Bei der Grundsteinlegung 2014 hatte er betont: „Wir legen heute auch den Grundstein für die Zukunft der Stadt.“ Er nannte das Konzept, innovative Firmen aus der Technologiebranche in einem Haus zusammenzubringen, eine „Art Marshall-Plan der Stadt Regensburg in Sachen technologischer Entwicklung“.

Aigner fand den Plan gelungen. „Die Firmen, die hier entstehen, sind die Firmen der Zukunft“, betonte Ilse Aigner, als Wirtschaftsministerin im Freistaat auch für die Technologie zuständig. Diese Unternehmen würden sicherstellen, dass die Steuereinnahmen auch in Zukunft fließen wie gewünscht. Ihren Besuch zur Eröffnung hatte Aigner Alexander Rupprecht, Geschäftsführer der städtischen Tochterfirma R-Tech, vor zwei Jahren während einer Reise in die viel gelobte Gründerszene von Tel Aviv angekündigt. „Was sie dort nicht haben, ist der Zugang zu den Weltmärkten“, betonte die Ministerin. Hierzulande machten die etablierten, international operierenden Firmen diesen möglich.

Monika Schleissing führte am Tag der offiziellen Eröffnung Besucher durch das Technologiezentrum. Video: Ried

In der Regensburger Tech-Base fänden aufstrebende Unternehmer nun ein „unglaublich tolles Umfeld“, unter anderem durch die Lage in Uninähe. „Kurze Wege zwischen Wissenschaft und Technologie sind das Entscheidende.“ Die CSU-Ministerin lobte auch die Entscheidung der Stadt, den Nachfolger des IT-Speichers breiter aufzustellen und auch Unternehmen aus Branchen wie Maschinenbau, Sensorik und Energietechnik anzusprechen.

Die Regensburger Hoffnung, dass die Zielgruppe das Zentrum mit knapp 13 000 Quadratmetern Nutzfläche annimmt, hat sich bereits erfüllt. Mit fast 60 unterschriebenen Mietverträgen geht es mit einer Auslastung von knapp 80 Prozent an den Start, wie R-Tech-Chef Rupprecht den Gästen erläuterte. Die Stadttochter errichtete das Haus im Auftrag der Kommune und betreibt es. „Wir könnten dieses Gebäude schon voll vermieten“, betonte Oberbürgermeister Joachim Wolbergs. „Aber wir suchen uns die Mieter genau aus, weil wir ein bestimmtes Ziel verfolgen.“ Der Grundgedanke lautet Wolbergs zufolge: „dafür zu sorgen, dass Menschen neue Ideen entwickeln können.“

Die meisten Mieter sind junge Firmen, aber auch forschende Industrieunternehmen haben hier Büros, wie Rupprecht der Ministerin bei einem Rundgang von den Werkstätten im Keller – zum Teil mit großem Tor für Autos für Entwicklungszwecke – bis in den sechsten Stock zeigte. Der Blick vom Penthouse geht auf die Baustelle nebenan; hier können sich der Tech-Base entwachsene Firmen ansiedeln.

Auch Wolbergs’ Vorgänger Schaidinger verließ die Feier hochzufrieden. „Es ist genauso geworden, wie ich es haben wollte“, sagte er.

Wirtschaftsministerin Ilse Aigner sprach mit der MZ über die Bedeutung von Netzwerken für die Wirtschaft.

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