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Wirtschaft

Das Stadtlagerhaus macht dicht

Stadtwerk.Regensburg gibt Bereich Getreide- und Futtermittel-Silo auf. Auch bei Parkhäusern gibt es eine Umstrukturierung.
Von Christof Seidl

Das Stadtlagerhaus steht unter Denkmalschutz. Foto: Stefan Gruber
Das Stadtlagerhaus steht unter Denkmalschutz. Foto: Stefan Gruber

Regensburg.Die das Stadtwerk Regensburg GmbH baut zum Jahreswechsel ihre Unternehmensbereiche um, davon ist vor allem die Logistik-Tochter betroffen. Derzeit ist das Stadtwerk.Logistik in den Bereichen Getreide- und Futtermittel-Silo, Lagerung (Hallen, Freiflächen und Selfstorage) sowie dem Betrieb der Personenschifffahrtslände aktiv.

In den vergangenen Jahren hatte die Silo-Sparte mit sinkenden Umsätzen zu kämpfen und erwies sich als nicht mehr profitabel. Im Jahr 2017 lag das Defizit bei 180000 Euro, in diesem Jahr werden fast 380000 Euro erwartet. Das Stadtwerk.Regensburg wird diesen Bereich deshalb stillegen.

Keine Verbesserung in Sicht

„Ausschlaggebend dafür ist der intensive Wettbewerb, vor allem bedingt durch eine konsolidierte Marktsituation. Eine nachhaltige Verbesserung der Situation ist nicht absehbar“, beschreibt Stadtwerk.Regensburg-Geschäftsführer Manfred Koller die Lage. So konzentriert sich nach Angaben von Stadtwerk-Pressesprecher Martin Gottschalk der bisher größte Kunde, die BayWa, auf eigene Kapazitäten, was die Auslastung verringert habe. Ein weiteres Problem ist die Tatsache, dass das Stadtlagerhaus unter Denkmalschutz steht. Laut Koller könnte die technische Leistungsfähigkeit und Ausstattung der Silos selbst mit hohen Investitionen kaum verbessert werden.

Das Parkhaus am Petersweg wird künftig vom Stadtwerk bewirtschaftet. Foto: Lex
Das Parkhaus am Petersweg wird künftig vom Stadtwerk bewirtschaftet. Foto: Lex

Änderungen gibt aus bei einem weiteren Geschäftsfeld des städtischen Unternehmens. Ab 2019 stellt der Pächter, der die Parkhäuser am Petersweg und am Dachauplatz sowie die Tiefgarage am Theater derzeit bewirtschaftet, den Betrieb ein. Er verabschiedet sich nach 22 Jahren in den Ruhestand. „Die Parkhausbewirtschaftung soll künftig durch das Stadtwerk.Regensburg erfolgen“, kündigt Stadtwerke-Geschäftsführer Olaf Hermes an. Dieses Insourcing bringe viele Vorteile mit sich und sei ein Wachstumsfeld.

Parkhaus-Nutzung unverändert

Für die Parkhaus-Nutzer werde dieser Wechsel keinerlei Auswirkungen haben, verspricht Gottschalk. „Sie werden es gar nicht bemerken.“ Die 18 Mitarbeiter, die aktuell im Parkhaus-Bereich beschäftigt sind, werden übernommen.

Auftritt

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Für das Stadtwerk ergeben sich aus diesen Entwicklungen Änderungen in der Unternehmensstruktur. Laut Marketingleiter Mathis Broelmann wurden im Vorfeld verschiedene Szenarien bewertet. Das Ergebnis: Die Silo-Sparte wird stillgelegt. Die Sparten Personenschifffahrt und Lagerflächen/Selfstorage werden in die das Stadtwerk Regensburg GmbH überführt. Die Büros am Auweg bleiben erhalten. Die Parkhausbewirtschaftung wird als das Stadtwerk Regensburg.Dienstleistungen an den Konzern angegliedert.

Gottschalk betonte im Gespräch mit der MZ, dass es auch im Bereich der jetzigen Stadtwerk.Logistik keine Entlassungen geben werde. Man werde die rund zehn betroffenen Mitarbeiter in anderen Unternehmensbereichen weiterbeschäftigen. „Wir sind zuversichtlich, dass wir mit der Umstrukturierung die beste Lösung für den Konzern und insbesondere auch für unsere Mitarbeiter gefunden haben“, sagt Geschäftsführer Olaf Hermes.

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