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Das war kein Glanzstück

Ein Kommentar von Walter Schießl

Man kann es eigentlich gar nicht glauben. Da wollten einige Bewohner der Ganghofersiedlung etwas für den Umweltschutz tun und ihre Anbauten mit Photovoltaikanlagen bestücken und die Stadt ließ sie monatelang nicht. Das sorgte nicht nur bei der Mittelbayerischen für Schlagzeilen, auch landesweit stieß das Verhalten der Bürgermeister samt der städtischen Verwaltung auf große Verwunderung. Denn in Zeiten, in denen der Klimawandel immer wichtiger wurde und eine immer größere Rolle spielt, stellte sich die Stadtspitze lange stur und verwies immer wieder auf den Denkmalschutz, der die PV-Anlagen auf den Erweiterungsbauten einfach ihrer Ansicht nach nicht zulassen wollte.

Da spielte es auch keine Rolle, dass die Denkmalschutzbehörde längst ihr „ja“ zur Installation der Sonnenlicht in Strom umwandelnden Module erklärt hatte. Der „Bittsteller“ bekam zunächst nicht einmal auf seinen Antrag hin einen rechtskräftigen Ablehnungsbescheid. Auch diesen musste sich Dr. Michael Hocke erst mühevoll erbitten. Seiner Hartnäckigkeit war es letztendlich zu verdanken, dass sich die an Kuriosität kaum zu überbietende Geschichte doch noch zum Guten drehte.

Es bleibt zu hoffen, dass die Stadt und die gewichtige Verwaltung künftig die Interessen der Bürgerschaft ernster nehmen. Die neu gewählte Oberbürgermeisterin Gertraud Maltz-Schwarzfischer hat ihre zweite Chance verdient, die sie dann hoffentlich auch im Sinne der Bürger und ihrer Interessen besser wahrnimmt. Das Beispiel der PV-Anlagen in der Ganghofersiedlung war mit Sicherheit kein Glanzstück politischen Handelns!

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