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Entwicklung

Das Wirtschaftsleitbild der Region

Die IHK stellt vor, wie Regensburg in ihren Augen in der Zukunft wirtschaftlich erfolgreich bleiben kann.
Von Jannik Wiese

Dr. Martin Kammerer, Petra Betz, Mario Mirbach und Dr. Jürgen Helmes (v.l.) stellten das Leitbild vor. Foto: Bayreuther
Dr. Martin Kammerer, Petra Betz, Mario Mirbach und Dr. Jürgen Helmes (v.l.) stellten das Leitbild vor. Foto: Bayreuther

Regensburg.Regensburg und dem Umland geht es wirtschaftlich gut. Doch Unternehmen, Politiker und die IHK wissen, dass dieses Wachstum für die Zukunft nicht selbstverständlich ist. Deshalb untersuchte das IHK-Gremium Regensburg, was die Wirtschaftregion braucht, um erfolgreich zu bleiben. Aus ihren Erkenntnissen heraus entwickelte das Gremium ein Wirtschaftsleitbild für die Region Regensburg unter dem Titel „Gemeinsam Wachstum meistern“. Dieses richtet sich speziell an die Politiker, bietet aber auch anderen Aufschluss über den Status und die Zukunft der wirtschaftlichen Situation Regensburgs.

Stärken und Schwächen

Grundlage des Leitbildes ist eine ausführliche Analyse von Stärken und Schwächen der Region. Zu Ersteren zählt neben der niedrigen Arbeitslosigkeit auch die gute Bildungsinfrastruktur mit OTH und Uni, während besonders der Verkehr, aber auch der Breitbandausbau zu den Schwächen zählen. Dadurch ergeben sich viele Chancen wie, dass Regensburg eine attraktive Zuzugsregion ist, aber auch einige Risiken, wie das kommunale Denken vieler umliegender Dörfer. Auf Basis dieser Analyse hat das IHK-Gremium eine umfassende Wirtschaftsagenda entwickelt und diese in drei große Handlungsfelder aufgeteilt.

Erstens soll die Infrastruktur des Wirtschaftsraumes verbessert werden, zweitens soll Regensburg zum Innovations- und Wissenschaftsstandort werden und drittens muss die Bildungsregion ausgebaut werden, um den Fachkräftenachwuchs sichern zu können. Zum ersten Handlungsfeld gehören dabei sowohl der Ausbau des Verkehrsnetzes, als auch die Notwendigkeit eines flächendeckenden Glasfaserausbaus, die Stärkung des ÖPNVs besonders im Landkreis und ein kommunenübergreifendes Flächenmanagement. Um den zweiten Aspekt gerecht zu werden, sollen unter anderem außeruniversitäre Forschungseinrichtungen gegründet werden und besonders im Bereich Digitalisierung mehr geforscht werden. Die Bildungsregion soll dadurch gestärkt werden, dass das duale Studium bekannter gemacht werden soll und die Chancengleichheit in der Bildung mehr gefördert werden soll.

Stadt und Umland gemeinsam

All diese Forderungen zeigen, dass Wirtschaftsraum und Stadt als Einheit betrachtet werden müssen. Mario Mirbach, Architekt und Experte für Stadtplanung, stellt klar, dass Wirtschaftsziele nicht erreicht werden können, wenn jede Gemeinde auf ihr eigenes Wohl bedacht ist, anstatt das Gemeinwohl zu fördern. „Deshalb gilt es, das Leitbild nicht nur im Kommunalwahlkampf zu nutzen, sondern auch um zu setzen.“, stellt der IHK-Geschäftsführer Jürgen Helmes klar. Wenn das aber gelingt, gibt es keinen Grund Ängste zu schüren.

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