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Kirche

Dekan Eckhard Herrmann verabschiedet

Der Dekan des Donaudekanats Regensburg geht in den Ruhestand. Er war seit 2006 erster Pfarrer an der Neupfarrkirche.
Von Tino Lex

Regionalbischof Stiegler (re.) verabschiedete Dekan Herrmann. Foto: Tino Lex
Regionalbischof Stiegler (re.) verabschiedete Dekan Herrmann. Foto: Tino Lex

Regensburg.Dekan Eckhard Herrmann ist kein Mann der lauten Worte, eher der weisen Worte. Seine Einschätzung und sein Urteilsvermögen zu vielen brisanten Themen haben viele Vertreter der Lutherischen Kirchengemeinde immer hoch geschätzt. Wenn er sich zu einem Thema äußert, dann mit Weitblick und wohl überlegt. Seine Predigten orientierten sich immer am Zeitgeschehen, ohne die Botschaft Jesus zu vergessen. Jetzt geht der Kirchenmann mit 65 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand.

Seit April 2006 wirkt Herrmann als 1. Pfarrer an der Regensburger Neupfarrkirche und ist damit Dekan im Donaudekanat Regensburg, dem flächengrößtes Dekanat der bayerischen Landeskirche. Zu seinem Abschied war die Kirche noch einmal richtig voll. Alle wollten dabei sein, um den Dekan zu verabschieden.

Herrmann: Regensburg ist zum Zuhause geworden

Dieser selbst stieg ein letztes Mal auf die Kanzel und hielt seine Predigt: „Eigentlich müsste ich’s ja gewöhnt sein, ... das Abschiednehmen. Wir sind ja schließlich schon oft genug umgezogen. Aber ... irgendwie ... ist es doch immer wieder anders, ... und jedes Mal fällt’s mir schwer. Trotz der Freude auf das Neue, das mich erwartet. Die ist schon auch da. Aber ... na ja ... Sie kennen das bestimmt aus eigenem Erleben. Da verlässt man eine Stadt, die einem mit der Zeit – mehr oder weniger – zum Zuhause geworden ist. Man weiß, wo’s gute Brötchen oder leckeren Leberkäs’ gibt, man hat sein Lieblingskaffeehaus, man liebt die Parks, in denen man gern spazieren geht und man freut sich auf die kleine Radtour am Abend entlang der Donau. Und das soll man dann auf einmal alles zurücklassen...“

Stationen von Eckhard Herrmann

  • Kindheit:

    geboren 1954 in Hannover, aufgewachsen in in Oberschwaben (Weingarten und Ravensburg)

  • Studium:

    Theologiestudium in München und Wien

  • Gemeindepfarrer:

    Höhenkirchen b. München (Vikariat; 1981-1983); Burghausen (1983-1986); Burgkirchen a.d. Alz (1986-1993); Würzburg (1993-1999); Baldham bei München (1999- 2006); Regensburg (ab 2006)

Herrmann hält eine emotionale Predigt. Mit Blumen verabschiedet er sich bei „den Besten“, seinen Sekretärinnen und gibt dann sein äußeres Erkennungszeichen, das Silberne Kreuz an seinen Regionalbischof Klaus Stiegler ab. Dieser weiß nur zu gut, was die Lutherische Kirche an Herrmann hatte: „Nico Kovac, Achim Beierlorzer und jetzt Eckhard Herrmann – all diese Männer wurden in dieser Woche verabschiedet. Doch Herrmann nicht wegen mangelnden Erfolgs“, so Stiegler. Er bedankte sich beim scheidenden Dekan für das gemeinsame Leben und Arbeiten.

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