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Weihnachten

Dem Christkind einmal ganz nahe

Der VKKK kam mit „seinen“ Kindern ins Regensburger Schloss. Das Christkind erfüllte gerne Wünsche. Nur den von Tom nicht.
Von Gabi Hueber-Lutz. MZ

Ein Traum geht in Erfüllung: Dieser Junge durfte das Christkind treffen.
Ein Traum geht in Erfüllung: Dieser Junge durfte das Christkind treffen. Fotos: Hueber-Lutz

Regensburg.Dem Christkind einmal in die Augen sehen, ihm die Hand geben und einen Weihnachtswunsch ins Ohr flüstern – welches Kind wünscht sich das nicht. Für etliche Kinder wurde dieser Traum nun Wirklichkeit und ein Lichtstrahl in widrigen Zeiten.

Dass viele von ihnen krank sind oder als Geschwisterkinder schwierige Zeiten mittragen müssen, daran dachte in dem vornehmen Zimmer im fürstlichen Schloss an diesem Abend aber niemand. Alle Kinderaugen waren auf die große Holztür gerichtet. Durch diese Tür würde gleich das Christkind zu ihnen hereinschreiten.

Und dann stand es da. So wunderschön anzuschauen, dass sich ein wenig Befangenheit breit machte. Irmgard Scherübl musste ihre Schützlinge erst ermuntern, bevor sich ein Mädchen aus der Traube der Kinder löste und zum Christkind ging. Für die stellvertretende Vorsitzende des Vereins zur Förderung krebskranker und körperbehinderter Kinder ist die Einladung ins Schloss St. Emmeram immer ein ganz besonderer Termin. Das Christkind besucht ja auch schwer kranke Kinder in der Klinik. Es habe aber nochmal eine andere Qualität, wenn ein Kind merkt, dass es gesund genug ist, um selber zum Christkind zu gehen, weiß die Spiel- und Musikpädagogin der onkologischen Station.

Schlange am Wunschzettel

Auch für größere Kinder ist der Empfang durch das Christkind eine sehr schöne Sache. Anna wird zwar demnächst schon zwölf Jahre alt und ist dem Christkind-Alter vielleicht schon etwas entwachsen. Das stört sie aber nicht, sie genießt den Empfang trotzdem. Und hat einen ganz bescheidenen Wunsch dabei: ein Buch. Die Auswahl überlässt sie dem Christkind. Anders ist das bei Tom. Eine Schlange will der Dreikäsehoch. Da schluckt das himmlische Kind ein wenig.

Bei anderen Wünschen kann es die Erfüllung schon ziemlich konkret zusagen. Quirin möchte ein Nintendospiel. Er ist nicht das erste Mal zu Besuch hier und ist ebenso wie seine Eltern sehr zuversichtlich, dass das klappt mit dem Geschenk. Auch Sophie blickt gespannt auf den Weihnachtsabend, wo dann hoffentlich ein Sattel für ihr Holzpferd unter dem Baum liegen wird.

Sehen Sie hier Bilder vom Lichterglanz in Regensburg:

Adventlicher Lichterglanz in Regensburg

1500 Euro „zusammengeleiert“

Einen besonderen Applaus bekommt Josef Neumaier. An insgesamt zehn Tagen war er mit seinem Leierkasten auf dem Markt gestanden, hatte die Leute herein und hinaus gespielt und dabei den einen oder anderen Euro als Belohnung erhalten. Insgesamt 1500 Euro überreichte er an den VKKK. Spaß hat es ihm gemacht, erzählte der Leierkastenmann aus Mallersdorf-Pfaffenberg. Auch wenn die Kälte den früheren Steuerberater manchmal ganz schön gezwickt hat. Als alle Erinnerungsfotos gemacht sind, muss Christkind Franziska Bichlmayer wieder weiter.

Ein paar Tage noch, dann ist für sie die spannende Zeit als Christkind zu Ende. Eine Zeit mit vielen neuen Erfahrungen, in der sie viel lernen durfte. Sie hofft, dass alle Wünsche der Kinder in Erfüllung gehen. Auch für Veranstalter Peter Kittel gehört der Besuch zu den emotionalsten Momenten der Weihnachtszeit.

Wünsche in der Privataudienz

  • Das Christkind

    hatte für jedes Kind eine kleine Süßigkeit und eine Schneekugel dabei. Außerdem durfte jedes Kind dem Christkind in ein paar Minuten „Privataudienz seinen Weihnachtswunsch mitteilen. Diese private Zeit mit dem Christkind ist den Kindern sehr, sehr wichtig, weiß Irmgard Scherübl, die stellvertretende Vorsitzende des VKKK.

  • Zum 14. Mal

    wurde der Verein mit den Kindern heuer zum Markt eingeladen. Engerl der Musikschule „Leticia la musica“ begleiteten das Christkind und schenkten den Kindern ihre Zeit.

  • Geschenke gab es

    nicht nur für die Kinder. Irmgard Scherübl hatte mehrere Postkarten dabei, die nach Motiven der Kinderbilder gestaltet sind.

  • Leierkastenmann Josef Neumaier

    überreichte der stellvertretenden VKKK-Vorsitzenden Irmgard Scherübl 1500 Euro, die er auf dem Markt mit seiner Leierkastenmusik eingenommen hat. Der zehntägige Einsatz habe ihm viel Spaß gemacht, erzählt der ehemalige Steuerberater aus Mallersdorf-Pfaffenberg.

Alles rund um das adventliche Treiben in Stadt und Landkreis Regensburg lesen Sie in unserem Spezial.

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