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Denkmalschutzmedaille für Hotelgebäude

Monika und Dr. Franz Schöfer sanierten eine ehemalige romanische Kapelle in Regensburg. Das gelang mustergültig.

In dem Haus in der Goldene-Bären-Straße ist nun das Hotel David untergebracht.
In dem Haus in der Goldene-Bären-Straße ist nun das Hotel David untergebracht. Foto: Haala

Regensburg.Monika und Dr. Franz Schöfer räumten für die Instandsetzung und Umnutzung eines aus einer romanischen Kapelle hervorgegangenen Wohnhauses in der Goldene-Bären-Straße die Denkmalschutzmedaille 2020 des Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege ab. Damit gehören sie zu insgesamt 26 Persönlichkeiten und Institutionen in ganz Bayern, die sich in herausragender Weise für die Denkmalpflege engagiert haben. Das gaben Kunstminister Bernd Sibler und Generalkonservator Prof. Mathias Pfeil, Leiter des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege, jetzt bekannt.

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Die Regensburger und vor allem ihre Gäste kennen das Ensemble besser als das „Hotel David“, in dem Stephanie und Peter Birnthaler seit einigen Jahren Gäste empfangen. Entstanden ist das Haus laut der Pressemitteilung des Landesamts aber schon im 12. Jahrhundert als romanische Doppelkapelle St. Georg. „Mit seiner lombardisch geprägten Bauzier gehört es zu den interessantesten Sakralbauten Regensburgs“, heißt es in dem Text des Landesamts. Im 16. und 17. Jahrhundert erhielt das Haus demnach ein weiteres Voll- sowie zwei Dachgeschosse. Die einstige Mittelapsis der Kapelle wuchs zu einem Halbturm in die Höhe. Noch heute setzt sie sich gut sichtbar an der Ostfassade ab. Die oberen Geschosse dienten als Wohnung, das Erdgeschoss als Werkstatt und Lager und zuletzt als Laden.

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Experten loben die Konsequenz der Projektleiter

Innen haben die Restauratoren Wandschichten aus verschiedenen Epochen großzügig freigelegt und gefestigt, so dass der gesamte Raum in seiner historischen Dimension erlebbar bleibt. Im Obergeschoss etwa überziehen gemalte Rosenranken den Putz. Im Erdgeschoss ließen die Schöfers das Bodenniveau absenken und passten die Halle ihren originalen Proportionen als Kapelle an. Wo es möglich war, haben sie auf neue Baustoffe verzichtet. Das Sanierungsprojekt von Monika und Dr. Franz Schöfer wird deswegen vom Landesamt als „von beispielhafter Konsequenz“ gelobt. Es habe die Spuren des Alters nicht getilgt, sondern zeige sie als selbstverständliche Merkmale eines alten Hauses.

Die Übergabe erfolgt in Regensburg

Mit der Denkmalschutzmedaille werden seit 1978 besondere Verdienste in der Bau-, Kunst- und Bodendenkmalpflege in Bayern gewürdigt. Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst verleiht die Auszeichnung einmal im Jahr gemeinsam mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege. Aufgrund der Corona-Pandemie muss in diesem Jahr die feierliche Verleihung der Denkmalschutzmedaille in der Alten Münze in München entfallen. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden stattdessen im Laufe des Jahres die Denkmalschutzmedaille im Rahmen eines Vor-Ort-Besuchs bei dem jeweils ausgezeichneten Projekt in kleinem Kreis erhalten.

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