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Projekt

Depotgebäude für Museen entsteht

Am Prüller Weg in Regensburg wurde der Spatenstich für den bis zu dreigeschossigen Gebäudekomplex gefeiert.
von Daniel Steffen

Am feierlichen Spatenstich am Prüller Weg nahmen unter anderem Bischof Rudolf Voderholzer (6. v. r.) und Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer (links daneben) teil. Foto: Steffen
Am feierlichen Spatenstich am Prüller Weg nahmen unter anderem Bischof Rudolf Voderholzer (6. v. r.) und Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer (links daneben) teil. Foto: Steffen

REGENSBURG.Als „Leuchtturmprojekt“ bezeichneten die Stadt und die Diözese Regensburg anlässlich des feierlichen Spatenstichs ihr gemeinsames Zentraldepot am Prüller Weg. Dort, entlang der Autobahn A3, entsteht nun ein bis zu dreigeschossiger Gebäudekomplex, der beiden Nutzern als Kultur- und Wissenschaftsstandort dienen soll. Nutznießer sind unter anderem die städtischen Museen, die neue Räume für ihre archäologischen und kulturgeschichtlichen Sammlungen erhalten. Viele wissenschaftliche Museums-Mitarbeiter bekommen im Gebäude eine neue Arbeitsstätte.

Die Funktionen des Depots sind vielfältig: So wird vor Ort gesammelt, bewahrt und geforscht, ebenso werden Leihgaben abgewickelt und Ausstellungen vorbereitet. Ebenso ist vorgesehen, die städtischen Museen künftig vom neuen Standort aus zu verwalten. Zugleich zieht das Stadtarchiv, das bisher im Runtingerhaus ansässig ist, komplett an den Prüller Weg um. Es erhält neue Magazinräume für die Archivalien und historischen Dokumente sowie die dazu gehörigen Funktions- und Büroräume. Ansässig werden dort ebenfalls das Evangelisch-lutherische Kirchenarchiv sowie der Historische Verein für Oberpfalz und Regensburg sein. Ein öffentlich zugänglicher Lesesaal indes soll Archivbesuchern Recherche und Forschung ermöglichen.

Für die Diözese bedeutet der Depotneubau die Bewahrung und Vermittlung des religiös-kulturellen Erbes. So soll das Sammlungszentrum des Museums die sakrale Kunstsammlung sowie die kirchlichen Innenaustattungen bewahren. Nach derzeitigem Stand umfasst die Sammlung rund 1450 Gemälde, über 1000 Plastiken und Skulpturen, rund 25 000 Grafiken und Zeichnungen, 1150 Objekte der Volkskunst, rund 400 Gold- und Silberschmiedearbeiten und Vieles mehr.

Das Gebäude soll etwa 184 Meter lang, 30 Meter breit und zwölf Meter hoch und im Jahr 2022 fertiggestellt sein. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf 43 Millionen Euro.

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