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Fussball

Der Aue-Fluch hält weiter an

Die Regensburger gehen im Erzgebirge leer aus. Chancen auf den Ausgleich lässt der Jahn in der Schlussphase kläglich liegen.
Von Felix Kronawitter

Jann George (vorne) und seine Teamkollegen strecken sich in Aue vergeblich. Foto: Andreas Nickl
Jann George (vorne) und seine Teamkollegen strecken sich in Aue vergeblich. Foto: Andreas Nickl

Aue.Das Erzgebirge bleibt ein schwieriges Terrain für den SSV Jahn Regensburg. Zum Abschluss der Hinrunde in der 2. Bundesliga setzte es am Freitagabend vor 8300 Zuschauern eine 0:1 (0:1)-Niederlage in Aue. Aus den vergangenen fünf Duellen mit den Sachsen steht nur ein Jahn-Punkt zu Buche.

Sören Gonther (44.) belohnte einen couragierten Auftritt der Gastgeber mit dem Tor des Tages. Zuvor waren die Gastgeber drei Mal am Aluminium gescheitert. Vom Jahn war in der ersten Halbzeit nur in der Anfangsphase in der Offensive etwas zu sehen. Danach fehlte die Durchschlagskraft. Nach der Pause war Aue näher an einem weiteren Treffer dran als die Oberpfälzer am Ausgleich. Bis zur Schlussphase. Dort vergaben die Regensburger durch Sebastian Stolze und Jann George zwei große Chancen kläglich.

„Wir haben ein sehr intensives Zweitligaspiel gesehen, das wir nicht unbedingt verlieren müssen“, erklärte Jahn-Trainer Mersad Selimbegovic und fügte hinzu: „Wir waren aber heute nicht effektiv genug.“

Regensburger legen munter los

Die erste Chance im Spiel hatten die Regensburger. Torhüter Alexander Meyer schickte Andreas Albers auf die Reise, doch Aue-Keeper Martin Männel war zur Stelle. Nur zwei Minuten später tauchte der Däne wieder im Strafraum auf, brachte aber zu wenig Druck hinter den Ball. Die Fans der Gastgeber freuten sich in der 13. Minute zu früh. Der Treffer von Aue zählte nicht. Schiedsrichter Johann Pfeifer entschied auf Abseits.

„Wir haben ein sehr intensives Zweitligaspiel gesehen, das wir nicht unbedingt verlieren müssen.“

Mersad Selimbegovic

Der Jahn hatte dann Glück, nicht schon früh einem Rückstand hinterherlaufen zu müssen. Calogero Rizzuto scheiterte erst an der Latte, kurz darauf aus spitzem Winkel am Pfosten. Benedikt Gimber hatte den Angriff durch einen Fehlpass eingeleitet. Der Defensivmann spielte am Freitagabend gleich von Beginn an ohne Maske. Gegen St. Pauli hatte er sie während der ersten Halbzeit abgelegt, weil sie ständig rutschte.

Zehn Minuten vor der Halbzeitpause stand der Führung von Aue erneut der Pfosten im Wege. Der Kopfball von John Patrick Strauß sprang vom Innenpfosten zurück ins Feld. Es hatte sich abgezeichnet. Nach einer Ecke nickte Gonther zur verdienten Führung ein. Nach ordentlicher Anfangsphase hatten es die Regensburger nicht mehr geschafft, Aue in Schach zu halten. Nach Wiederanpfiff zündeten mitgereiste Regensburger Anhänger Pyrotechnik im Gästeblock. Szenen, die die Jahn-Verantwortlichen nicht gerne sehen. Denn dafür werden die Oberpfälzer bald zur Kasse gebeten.

So bewertet die MZ die Leistungen der Regensburger:

Der Jahn in Aue: Die Einzelkritik

Schrecksekunden für den Jahn

Florian Krüger hätte für die Sachsen nachlegen müssen. Nach einer schönen Kombination schob er den Ball aber am Tor vorbei. Die Oberpfälzer sendeten dagegen durch Gimber mal wieder ein Lebenszeichen. Sein Schuss verfehlte das Ziel aber knapp. Eine halbe Stunde vor Schluss die nächste Schrecksekunde für den Jahn: Die Regensburger hatten Glück, dass Strauß am Tor vorbeischoss.

15 Minuten vor dem Ende vergab Stolze die dicke Chance auf den Ausgleich. Der Regensburger lief alleine auf Männel zu – und verschoss kläglich. Der Ball landete in den Armen des Auer Keepers. Kurz darauf ließ George die nächste große Gelegenheit ungenutzt. Als elf Metern brachte der Offensivmann den Ball nicht im Tor der Sachsen unter. Der Jahn bemühte sich am Ende vergeblich.

Hier gibt es eine Analyse von MZ-Reporter Felix Kronawitter:

Den Liveticker zum Nachlesen gibt’s hier:

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