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Kultur

Der Kaiser vor der Kamera

Kult-Moderator Christoph Süß dreht im Regensburger Dom in 3D. Der Film läuft 2014 bei der Landesausstellung zu Ludwig dem Bayern.

  • Ein waschechter Patrizier in Regensburg - oder doch ein Schauspieler? Für die Bayerische Landesausstellung 2014 „Ludwig der Bayer. Wir sind Kaiser!“ schlüpfte der bekannte Musiker, Kabarettist und BR-Moderator Christoph Süß in verschiedene Rollen. Die Dreharbeiten finden an den Originalschauplätzen in Regensburg statt.Foto: © Elisabeth Handle-Schubert, Haus der Bayerischen Geschichte
  • „Der Regensburger Dom in 3D“ lautet der Titel eines Films, der exklusiv für die Bayerische Landesausstellung 2014 „Ludwig der Bayer. Wir sind Kaiser!“ produziert wird. Als Drehbuchautor und Schauspieler konnte der bekannte Musiker, Kabarettist und BR-Moderator Christoph Süß gewonnen werden. Auf dem Bild ist er mit dem Regisseur Stefan Aglassinger (links) zu sehen. Foto: © Elisabeth Handle-Schubert, Haus der Bayerischen Geschichte

Regensburg.. Wer in diesen Tagen einen Ritter, einen Bischof oder einen Franziskaner des 14. Jahrhunderts samt einem Filmteam in Regensburg sichtet, dem sei versichert: An der Steinernen Brücke wird keine Fortsetzung des „Namens der Rose“ gedreht, sondern der Ausstellungsfilm zur nächstjährigen Landesausstellung.

Die Bayerische Landesausstellung 2014 „Ludwig der Bayer. Wir sind Kaiser“ wird einen heutigen Blick auf die Zeit des Spätmittelalters ermöglichen. In jenen Jahren war die Reichsstadt Regensburg eine Handels- und Bankenmetropole mit europaweiter Ausstrahlung; fast 40 Mal hielt sich der Kaiser in ihren Mauern auf. Gerade in der Zeit von 1300 bis 1350 entstanden hier wichtige Teile der Domkirche und viele Kaufherrenpaläste, die bis heute die einzigartige mittelalterliche „Skyline“ prägen.

Dies ist das Ausstellungsthema in der einstigen herzoglichen Pfalzkapelle St. Ulrich am Dom und im Domkreuzgang. Im Zentrum steht hier eine filmische Präsentation, in der sich Architektur, Originalexponate und 3-D-Visualisierungen zu einem so noch nicht erlebten „Gesamtkunstwerk“ verbinden: „Regensburger Dom in 3D“. Das Handlungsgerüst des Films bilden die heute dank aktueller Forschungen gut dokumentierten Baufortschritte der Domkirche. Die verschiedenen Bauphasen, die Dombaustelle, das Aufwachsen von Chor und Langhaus, die Altäre und Glasfenster werden als 3D-Animationen eigens für die Ausstellung geschaffen.

Als Drehbuchautor und Schauspieler konnte der bekannte Musiker, Kabarettist und BR-Moderator Christoph Süß gewonnen werden. Er steht dafür, dass auch der Humor nicht zu kurz kommt. Als Figur der Gegenwart und in verschiedenen Rollen des 14. Jahrhunderts erzählt er vom Dombau, von der Stadt und ihren Bewohnern in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Das geschieht im Dialog: Wie aus der BR-Sendung „quer“ bekannt, wird der Erzähler in verschiedenen Rollen auftreten und sich dabei „mit sich selbst“ unterhalten, etwa mit einem Patrizier, einem Bischof, aber auch mit animierten Bildwerken des Doms.

In diesen schönen Augusttagen finden die Dreharbeiten an Originalschauplätzen in Regensburg statt, so an der Steinernen Brücke, wo Christoph Süß als „Patrizier“ über den Reichtum Regensburgs im 14. Jahrhundert spricht. Regisseur ist der renommierte Salzburger Filmemacher Stefan Aglassinger, der mit Christoph Süß und dem Haus der Bayerischen Geschichte bereits den Ausstellungsfilm zur Landesausstellung über König Ludwig II. realisiert hat. Und dass sich bei allem Humor am Set keine historischen Fehler einschleichen, dafür sorgt die Crew vom Haus der Bayerischen Geschichte. Gezeigt wird der Film dann exklusiv in der Bayerischen Landesausstellung 2014, die ab 16. Mai 2014 in Regensburg in der Minoritenkirche, in St. Ulrich am Dom und im Domkreuzgang zu sehen sein wird.

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