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Kommentar

Der letzte Mut fehlt

Ein Kommentar von Julia Ried

Es ist falsch, dass die Radaktivisten nicht auf einen Bürgerentscheid drängen. Mit Gesprächen allein werden sie nicht viel mehr bewirken als bisher – zumindest nicht schnell. Sie hoffen, dass es hier anders läuft als in Bamberg, wo die Stadt die Forderungen des Bürgerbegehrens Radentscheid übernommen hat und die Sache nun aussitzt. Die Regensburger Aktivisten verweisen darauf, dass eine Arbeitsgruppe gegründet wird und die Stadt wohl Planungsaufgaben an externe Fachleute vergebe. Das klingt nicht danach, als gebe es Ende des Jahres die erste neue Fahrradroute. Tatsächlich scheuen die Radaktivisten auch die Nagelprobe. Ein Bürgerentscheid birgt die Gefahr, dass die Stadt ein Ratsbegehren dagegensetzt – und es gewinnt. Unabhängig vom Ausgang des Entscheids wäre es aber gut gewesen, wenn die Bürger zur Abstimmung aufgerufen wären. Sie sollten mitreden dürfen. Und dann wäre klar, ob es eine Mehrheit gibt für ein fahrradfreundliches Regensburg. Falls ja, wäre der Handlungsdruck für die Politik viel höher.

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