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Planspiel

Der Nachwuchs regiert in der Kinderstadt

In den ersten drei Sommerferienwochen warten beim Mini-Regensburg wieder Spiel und Spaß auf die jungen Bürger.
Von Curd Wunderlich, MZ

Strahlende Kinderaugen garantiert: Im Sommer findet wieder das Planspiel Mini-Regensburg statt, bei dem kleine Bürger ihre eigene Stadt gestalten können.Foto: Archiv
Strahlende Kinderaugen garantiert: Im Sommer findet wieder das Planspiel Mini-Regensburg statt, bei dem kleine Bürger ihre eigene Stadt gestalten können.Foto: Archiv

Regensburg.Einen eigenen Pass beantragen, durch Arbeit — ob als Polizist, Koch, Zeitungsreporter oder Professor — Geld verdienen, studieren, ein eigenes Geschäft gründen, wählen oder selbst Politiker werden: In den Sommerferien findet heuer wieder das Planspiel Mini-Regensburg statt. Dabei können Kinder zwischen acht und 14 Jahren (und auch siebenjährige Kinder, die die zweite Klasse bereits besucht haben) spielerisch ausprobieren, was sie von ihren Eltern kennen.

Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer (Mitte) bei der Pressekonferenz zum Planspiel Mini-Regensburg; Foto: Wunderlich
Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer (Mitte) bei der Pressekonferenz zum Planspiel Mini-Regensburg; Foto: Wunderlich

Zum sechsten Mal öffnet das Amt für kommunale Jugendarbeit die Tore zur Kinderstadt. Der Vorverkauf für die Pässe von Mini-Regensburg beginnt gleichzeitig mit dem Vorverkauf des Ferienpasses am kommenden Montag, 26. Juni. Pässe für Mini-Regensburg gibt es neben den Bürgerbüros Stadtmitte, Nord und Burgweinting auch in unserem Verlagshaus an der Kumpfmühler Straße 15 und beim Mittelbayerischen Kartenvorverkauf im Donaueinkaufszentrum.

Die Kinderstadt wird noch vor Beginn der Sommerferien in der Städtischen Sporthalle Nord an der Isarstraße und auf dem dortigen Außengelände aufgebaut. Über 45 Spielstationen warten dort dann zwischen Montag, 31. Juli, und Freitag, 18. August, an jedem Wochentag außer dem Feiertag am 15. August zwischen 9 und 16 Uhr auf viele hundert spielfreudige Kinder.

Ein Aufwand, der sich lohnt

Seit 2007 wird Mini-Regensburg alle zwei Jahre auf die Beine gestellt. Ein riesiger organisatorischer und personeller Aufwand, der sich aber lohnt: „Im Schnitt kommen 800 Kinder pro Tag, einmal waren es sogar über 1400“, weiß Annerose Raith, Leiterin des Amts für kommunale Jugendarbeit zu berichten. Gemeinsam mit Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer, Projektleiterin Rosemarie Wöhrl und weiteren Helfern stellte sie am Freitagmittag Details zum diesjährigen Mini-Regensburg vor.

Die Bürgermeisterin glaubt den Grund für den Erfolg des Ferienspaßes zu kennen: „Mini-Regensburg bietet den Kindern so unglaublich spannende Erfahrungen. Es ist doch super, wenn sie in ihrer eigenen Stadt die Möglichkeit haben, alles selbst zu gestalten.“ Maltz-Schwarzfischer freut sich bereits auf die Begegnungen mit den Kinder-Politikern in der Mini-Stadt: Erstmals dürfen heuer alle Bürger, also Mitspieler, Stadträte und einen Bürgermeister wählen. Bislang war das den Vollbürgern vorbehalten. Um Vollbürger von Mini-Regensburg werden zu können, müssen die Kinder einen Test absolvieren und vier Arbeitseinheiten geleistet und eine Uni-Vorlesung besucht haben.

Rückblick: Zuletzt gab es 2015 das Planspiel Mini-Regensburg.

Nur Vollbürger können kandidieren

Wer es zum Vollbürger der Kinderstadt gebracht hat, genießt einige Vorteile: Er kann zum Beispiel den Führerschein machen oder ein eigenes Geschäft eröffnen — und vor allem kann er sich zum Bürgermeister oder Stadtrat wählen lassen. Die Politiker können zwar nicht alle Regeln in der Stadt ändern, aber zum Beispiel steuerfreie Tage einführen, um sich damit vielleicht ihre Wiederwahl zu sichern.

Der Ferienpass

  • Viele Freizeitangebote

    Mit dem Ferienpass für einen Euro gibt es bei vielen Freizeitangeboten in und um Regensburg kostenlosen oder ermäßigten Eintritt, beispielsweise im Regina Kino, in vielen Regensburger Museen, beim Bowlingspielen oder Wasserskifahren.

  • Kosten

    Für 25 Euro können Ferienpass-Inhaber in den Sommerferien im gesamten RVV-Netz Bus und Bahn fahren.

  • Beginn

    Der Badespaß mit dem Ferienpass beginnt sogar schon vier Wochen vor Beginn der Sommerferien: Mit der Badekarte für 35 Euro können Ferienpass-Besitzer bereits ab Montag, 3. Juli, täglich das Westbad, das Wöhrdbad und das Hallenbad besuchen.

  • Zielgruppe

    Den Ferienpass gibt es im Alter von sechs bis 15 Jahren für Kinder und Jugendliche, die in der Stadt oder im Landkreis Regensburg leben, sowie für 16- bis 21-Jährige, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen.

  • Verkauf

    Verkauft wird der Ferienpass vom 26. Juni bis 11. August in den Regensburger Bürgerzentren sowie bei den Gemeinden Obertraubling, Lappersdorf und Pentling. Ein Passbild wird benötigt.

Eine vorherige Anmeldung ist für Mini-Regensburg nicht erforderlich. Jeder Bürger braucht aber einen Spielpass, den er sich am besten im Vorverkauf besorgt, um den langen Schlangen am Einwohnermeldeamt der Kinderstadt zu entgehen. Ab 31. Juli sind Pässe nur noch dort erhältlich. Sie kosten zehn Euro und sind für fünf Spieltage gültig. Jede Verlängerung um einen weiteren Tag kostet zwei Euro extra. Darin enthalten ist ein Startguthaben in der Mini-Währung. Dieses und verdientes „Geld“ kann zum Beispiel für Kino- oder Restaurantbesuche ausgegeben werden.

Auch unser Medienhaus wird bei der Kinderstadt mit einer Mini-Redaktion dabei sein. Junge Nachwuchsreporter berichten über aktuelle Geschehnisse, vom Polizeibericht bis hin zu Neuwahlen und Veranstaltungen.

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