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Begegnung

Der Verein Farafina trommelt für Afrika

Die Mitglieder wollen Toleranz und Akzeptanz fördern. Am 16. September geben sie im Alumneum ein großes Fest.
Von Kerstin Hafner, MZ

Beim Regensburger Bürgerfest veranstaltete Farafina einen Trommelworkshop. Fotos: Pausch/Hafner
Beim Regensburger Bürgerfest veranstaltete Farafina einen Trommelworkshop. Fotos: Pausch/Hafner

Regensburg.Jambo, nanga def, kortanante, bom dia, akwaaba – Hallo, wie geht’s? Alles klar? Wie geht’s der Familie? So begrüßt man sich in Afrika. Manchmal dauert die Begrüßung alleine 15 Minuten. Schließlich will man nicht nur wissen, wie es dem Freund geht, sondern auch der Familie, weiteren Freunden oder der Arbeit. Damit zeigen Afrikaner ihren Respekt füreinander.

Diese liebevolle Tradition zaubert vielen Menschen in Deutschland ein Lächeln ins Gesicht. Manche finden sie auch befremdlich. Und das ist einer der Gründe, warum es den afrikanischen Kulturverein Farafina e.V. in Regensburg gibt. Aktuell hat Farafina etwa 45 Mitglieder. Gegründet wurde der Verein Anfang 2015. Um das zweijährige Bestehen zu feiern, veranstaltet Farafina am Samstag, 16. September, ein großes Afrikafest im Evangelischen Bildungswerk, das freundlicherweise die Räumlichkeiten zur Verfügung stellt.

Afrikanische Kultur nahebringen

„Wir bedanken uns für diese großzügige Geste ganz herzlich bei Dr. Carsten Lenk, dem Geschäftsführer des EBW, und zudem für die Unterstützung durch die Sozialen Initiativen und einige Sponsoren (Raiffeisenbank, Lokanta, Diba-Chocolat, Sonnentor)“, erklären die Vorstände Pierre Raphael und Edith Pausch. „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, afrikanische Mitbürger und Flüchtlinge mit dem deutschen Alltag und der deutschen Kultur vertraut zu machen. Im Gegenzug wollen wir aber auch die afrikanische Kultur dem deutschen Bürger näherbringen und somit Toleranz und Akzeptanz fördern, Ängste und Vorurteile abbauen.“ Regelmäßige Treffen mit kulturellem Austausch, Nachhilfe in Deutsch, Hilfe bei deutscher Bürokratie, Unterstützung bei Ämtergängen sowie die Teilnahme an sozialen Festen und die Organisation eigener Feste sollen dazu beitragen, diese Ziele zu verwirklichen.

„2017 haben wir zwei Flüchtlingen aus Afrika geholfen, ihren Anwalt zu konsultieren und zu bezahlen. Leider wurde einer der beiden trotzdem nach Italien zurückgeschickt. Weitere Flüchtlinge aus Afrika haben bei uns Anschluss gefunden und uns bei unseren Projekten beim Bürgerfest und am Bunten Wochenende geholfen“, erzählt Pausch. „Einer Asylbewerberin konnten wir bei ihrer Krankheit nicht nur finanziell helfen. Eine weitere lernt gerade Deutsch mit uns für die Deutsch-Prüfung.“

Afrika-Fest

  • Beginn:

    16. September um 10

  • Ort:

    Evangelisches Bildungswerk in Regensburg

  • Wettbewerb:

    Um 16 Uhr findet ein Afro-Fashion-Contest statt.

  • Höhepunkt

    am Abend (ab 20 Uhr) ist die Reggae-Band „Rootz Radicals“. Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt mit Leckereien aus Nord- und Westafrika. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht.

Mehr Menschen erreichen

Das große Afrikafest am 16. September soll dazu dienen, noch mehr Leute zu erreichen – egal ob neue aktive Mitglieder oder Hilfesuchende. Die Veranstalter versprechen ein buntes Programm mit diversen kulturellen Aktionen aus verschiedenen afrikanischen Ländern. Los geht es um 10 Uhr mit einem großen Trommelfeuer. „Den ganzen Tag über können Kinder mit Gorgi und seinen Freunden aus dem Senegal Trommeln bauen, mit Marc und Madjib Spielzeug aus Müll basteln, afrikanische Sandbilder gestalten oder sich Zöpfe flechten lassen.“

Außerdem werden von Gorgi Trommelworkshops für Groß und Klein angeboten. „In der Aula des EBW stellen wir afrikanische Bilder von Geto aus Äthiopien aus.“ Es werden auch afrikanische Stoffe, Kleidungsstücke, Trommeln und vieles mehr angeboten. Trommelfeuer und Tanz gibt’s auch um 12 und 15 Uhr.

Um 16 Uhr findet ein Afro-Fashion-Contest statt. Jeder, der mag und afrikanische Kleidung besitzt, kann daran teilnehmen. Die schönsten Outfits werden von einer Jury aus zwei deutschen und drei afrikanischen Mitbürgern ausgewählt und mit tollen Preisen belohnt. Ab 17.30 Uhr unterhalten „Frau Frankerl & Herr Frank“ mit ihrem Repertoire. Zwischendurch sorgt DJ Pago für Tanzmusik. Höhepunkt am Abend (ab 20 Uhr) ist die Reggae-Band „Rootz Radicals“.

Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt mit Leckereien aus Nord- und Westafrika. „Lasst euch verzaubern von afrikanischer Kultur, Gelassenheit und Freude“, empfehlen Pierre Raphael und Edith Pausch. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht.

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