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Vernissage

Die Bananenflanker stellen letztmals aus

Am Samstag präsentieren die Künstler am Ölberg die Ergebnisse des Dialogs mit Barbara Muhr. Als Pop-up-Galerie geht’s weiter.
Von Claus-Dieter Wotruba

Barbara Muhr arbeitete mit den Künstlern des Teams Bananenflanke. Foto: Dettenhofer
Barbara Muhr arbeitete mit den Künstlern des Teams Bananenflanke. Foto: Dettenhofer

Regensburg.Dass das „Team Bananenflanke“ beeinträchtigten Kindern und Jugendliche die Möglichkeit eröffnet, Fußball zu spielen, hat sich herumgesprochen. Die Austragung von jährlich drei Turnieren an öffentlichen Plätzen trägt dazu ihren Teil bei. Heuer findet der erste Spieltag übrigens am 23. Juni ab 14 Uhr beim Autohaus Bauer in der Lagerstraße statt.

Dass die Bananenflanker aber auch künstlerisch tätig sind, ist nicht ganz so bekannt. Regelmäßig dienstags sind sie unter der Leitung von Alzbeta Müller und Norbert im „Bananenkistl“ am Schwanenplatz aktiv – und inzwischen durchaus herumgekommen. Die Bilderreise führte bereits nach Prag, zuletzt waren die bereits seit 2014 tätigen Bananenflanken-Künstler bei den Kulturtagen in Laaber vertreten.

Dazu hatten sie seit rund zwei Jahren die Gelegenheit, ihre Werke in einer eigenen Galerie am Ölberg auszustellen – bislang zumindest. Einer der Höhepunkt war die gemeinsame Aktion mit dem bekannten Regensburger Künstler Günther Kempf, als zum Thema „Häuser“ unter dem Titel „Dialog 1“ gemeinsame Werke erarbeitet und auch ausgestellt wurden.

Kunstwerke

Bananenflanken-Maler stellen aus

Das Team Bananenflanke sorgt nicht nur im Fußball für Aufmerksamkeit. Dafür holte man sich Anregungen bei Günther Kempf.

Am Samstag ab 19 Uhr folgt „Dialog 2“, diesmal mit Barbara Muhr. Es wird gleichzeitig die letzte Vernissage der Bananenflanker am Ölberg 9 sein, die ihre Galerie Ende Juli räumen müssen, weil das Haus renoviert wird. „Leider müssen wir raus“, sagt Alzbeta Müller und erklärt die neuen Pläne. „Wir haben zwar die Suche nach neuen Räumlichkeiten gestartet, aber weil wir sowieso das Problem hatten, wer samstags den Galeriedienst übernehmen kann, denken wir jetzt, dass es für uns wahrscheinlich einfacher ist, ohne einen festen Raum an verschiedenen Orten auszustellen. Wir wollen also als Pop-up-Galerie weiter machen!“

Zunächst sind am Samstag die gemeinsamen Aktivitäten mit Barbara Muhr zu sehen, die in gegenseitigen Atelierbesuchen mit der 30-Jährigen zum Thema „Tier-Mensch-Wesen“ entstanden und dann bis 27. Juli jeweils samstags von 14 bis 18 Uhr zu besichtigen sind. „Barbara hat sehr gut vorbereitet mit unseren Künstlern an einem gemeinsamen Bild gearbeitet. Es war super“, sagt Müller. „Das Thema vereint Naturbeobachtung und Fantasie. Gerade die individuellen Zugänge waren interessant“, findet Muhr. „Es entstanden Kombinationen, die ich selbst so nie gesehen hätte, die aber durch die Augen eines Anderen völlig schlüssig erscheinen und am Ende eine völlig unbekannte Kreatur ergeben.“

Kevin Lombard, einer der Bananenflanke-Künstler, erklärt seine Gedanken so: „Das Thema Tiere finde ich interessant, weil ich Tiere sehr gerne mag und das schöne Wesen sind. Und bei Menschen finde ich interessant, dass jeder verschieden ist und jeder andere Seiten hat.“ Und so darf man besonders gespannt auf das gemeinsame Bild von Muhr und den Bananenflankern sein: „Es stellt eine neue Interpretation des Wolpertingers dar“, verrät Muhr.

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