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Vorschlag

Die „Brücke“ will Touri-Ströme lenken

Der erste Vorschlag der neuen Fraktion erntet einen einstimmigen Beschluss. Regensburg prüft Parkgebühren für Reisebusse.
Von Heike Haala

Der Verein „Brücke –Ideen verbinden Menschen“ will die Situation auf der Steinernen Brücke entzerren. Foto: Wagner
Der Verein „Brücke –Ideen verbinden Menschen“ will die Situation auf der Steinernen Brücke entzerren. Foto: Wagner

Regensburg.Im April gründete sich der Verein „Brücke – Ideen verbinden Menschen“, der nach der Kommunalwahl 2020 mit Joachim Wolbergs als Spitzenkandidat die stärkste Fraktion im Regensburger Stadtrat stellen will. Inzwischen gibt es mit den Stadträten Thomas Thurow und Ernst Zierer eine eigene Fraktion – beide haben im Sommer die SPD und damit auch ihre alte Fraktion verlassen. Zudem stellten die Mitglieder kürzlich eine Liste mit 50 Stadtratskandidaten auf. Am Dienstag behandelte der Planungssausschuss einen ersten Antrag der „Brücke“. Der Verein landete einen Volltreffer mit seinem Vorschlag: Es gab einen einstimmigen Beschluss.

So forderte Fraktionsvorsitzender Thomas Thurow, dass die Verwaltung folgende Dinge prüft: Ob Flächen im Westen oder im Süden von Regensburg zur Verfügung oder zum Erwerb für Busparkplätze stehen und ob weiterhin P&R-Plätze dafür genutzt werden können. Inwieweit Parkgebühren für die bestehenden Busparkplätze etwa am Dultplatz, an der Bäckergasse oder an der Nibelungenbrücke erhoben werden können und ob diese Parkgebühren gegebenenfalls mit einer Buchung von touristischen Leistungen verbunden werden können.

Tourismuskonzept

  • Bestandteile:

    Das Konzept ist ein Leitfaden zu Themen wie Akzeptanz, Marketing oder auch Digitalisierung.

Nachlass gegen Buchung

Thurow nennt ein konkretes Beispiel: Wer eine Altstadtführung in Regensburg bucht, muss dafür weniger für den Busparkplatz berappen. Der Brücke-Stadtrat sieht darin einen Weg, die Akzeptanz von Touristen auf Seiten der Bevölkerung zu erhöhen. Mit Parkplätzen im Westen oder Süden könnten die Besucherströme anders gelenkt werden als im Moment. Dadurch könnten – so die Hoffnung Thurows – ganze Pulks von Touristengruppen auf der Steinernen Brücke weiter entzerrt werden.

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Alle waren dafür

Dr. Klaus Rappert, Fraktionschef der SPD, sagte, dass diese Idee schon Thema gewesen sei, als Thurow noch seiner Fraktion angehörte. Dennoch werde die SPD dem Vorschlag zustimmen. CSU-Fraktionsvorsitzender Josef Zimmermann zweifelte an, dass die Ballungen von Touristenströmen über Parkplatzgebühren zu lösen sind. Zudem sprach er sich für schärfere Kontrollen der Reisebusse aus, etwa was ihre Parkzeiten angeht.

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Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer (SPD), die die Sitzung leitete, kam schließlich noch auf das Tourismuskonzept zu sprechen, das die Stadt im vergangenen Herbst veröffentlichte. Akzeptanz sei ein großes Thema darin. Bevor der Beschluss einstimmig fiel, kündigte Finanz- und Wirtschaftsreferent Dieter Daminger noch an, dass in Zusammenhang mit dieser Prüfung auch die Auswirkungen auf die Förderung gecheckt werden müssten, die die Stadt momentan für die Stellplätze bekomme. Dieses Geld gebe es lediglich für kostenfreie Busparkplätze.

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