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Neubau

Die Domspatzen feiern Richtfest

Knapp 100 geladene Gäste und viel Prominenz tummelten sich am Montag auf der Feier in Regensburg. Das neue Gebäude soll Vieles leichter machen.
Von Fabian Meyer, MZ

Regensburg.Die RegensburgerDomspatzen bekommen eine neue Grundschule: Knapp 100 geladene Gäste, darunter Bürgermeister Gerhard Weber und Bischof Dr. GerhardLudwig Müller, feierten heute Richtfest des Neubaus. Im noch eingerüsteten Innenhof feierte man ganz traditionell mit musikalischer Begleitung, einem festlich geschmückten Richtkranz und Richtspruch. Die musikalische Begleitung übernahmen die Domspatzen selbstverständlich selbst.

Die neue Grundschule, die direkt an das Gymnasium grenzt, löst zum Schuljahr 2013/14 das alte Gebäude in Pielenhofen ab. Domkapellmeister Roland Büchner, Vorsitzender des Stiftungsvorstandes, begrüßte in seiner Rede die Entscheidung zum Neubau in Regensburg, um die Zukunft „dieser weltweit einzigartigen Institution Regensburger Domspatzen zu sichern.“

Ziel ist eine moderne Schule

Fertig ist die Schule zwar noch lange nicht, heute sei man aber bereits in der Halbzeitpause und liege gut im Zeitplan, sagte der Architekt Joachim Peithner. Bei der Schule habe man vor allem darauf geachtet, eine moderne, helle und offene Bildungseinrichtung zu schaffen. Dabei war der Bauplatz eigentlich zu klein für eine Anlage dieser Größe. Man musste also architektonisch anders planen, aber auch die Stadt sei dem Vorhaben einen großen Schritt entgegen gekommen. Teile der die Schule umgebenden Grünanlagen durfte man schließlich als Sportanlagen in das Schulgelände integrieren.

Petra Stadtherr, Direktorin der Grundschule, stellt sich für ihre kurze Ansprache zwischen die Chorkinder. „Wir wollen an unserer Schule nicht nur Musik bieten, sondern Musik plus,“ sagte sie. Sie spielte damit auf die musischen, aber auch sportlichen Angebote der Grundschule an, die die Domspatzen bieten wollen.

In einem Punkt waren sich alle Redner einig: die Grundschule bietet aufgrund der räumlichen Nähe zum Gymnasium viele Vorteile. Nicht nur inhaltlich, sondern auch ganz praktisch könne man nun viel leichter zusammenarbeiten, sagte Dompropst Prälat Dr. Wilhelm Gegenfurtner.

Nähe zum Gymnasium vorteilhaft

Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller war vor allem der Bildungsgedanke der Domspatzen wichtig. Im Gespräch mit der MZ sagte er, dass ein Kind in erster Linie eine unbeschwerte Kindheit genießen müsse und auf keinen Fall nur als Lernsubjekt gesehen werden dürfe. „Die Schüler von heute sind die Träger des gesellschaftlichen Lebens von morgen.“ Deshalb müssten sie immer als Menschen, nicht als Zweck gesehen werden, betonte er auch in seiner Begrüßungsrede. Auch er freut sich über den Synergieeffekt zwischen der neuen Grundschule und dem Gymnasium. Vor allem empfinde er es positiv, dass durch die räumliche Nähe Vertrauen zu den älteren Schülern hergestellt werde. Dadurch sei der Übertritt in das Gymnasium auch nicht völlig neu. Nachdem der traditionelle Richtspruch vorgetragen und das Glas am Boden zersprungen war, konnten sich die Gäste bei einem Rundgang persönlich einen Eindruck vom neuen Gebäude verschaffen.

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