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Die Fliegerbombe ist entschärft

Großeinsatz im Regensburger Westen: Wegen des Funds einer 250-Kilo-Bombe mussten 4200 Menschen evakuiert werden.
Von Simone Grebler, Daniel Steffen und Heike Haala

Regensburg.Nach dem Fund einer 250-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg im Regensburger Stadtwesten müssen am Donnerstag 4200 Menschen für die Zeit der Entschärfung ihre Häuser verlassen. Bauarbeiter hatten die US-Fliegerbombe im nördlichen Teil der Killermannstraße am Dienstagnachmittag gefunden.

Aufgrund der potenziellen Sprengkraft entschieden sich die Experten dafür, im Umkreis von 500 Metern zu evakuieren. Ab 7 Uhr morgens sind heute rund 300 Einsatzkräfte aktiv. Die Evakuierungsmaßnahmen beginnen um 9 Uhr, die Stadt Regensburg, Polizei und Feuerwehr fordern die betroffenen Anwohner auf, ihre Häuser bis zu diesem Zeitpunkt verlassen zu haben.

Auch Infineon-Werk betroffen

Im Evakuierungsradius befindet sich auch das Infineon-Werk in der Wernerwerkstraße. In den betroffenen Bereichen werde temporär die Produktion eingestellt, sagt Jörg Recklies, Sprecher der Betriebsleitung. Mitarbeiter, die nicht in der Fertigung arbeiten, könnten zu Hause bleiben. Für alle anderen gebe es Aufenthaltsmöglichkeiten außerhalb der Räumungszone. Rund 1000 Mitarbeiter sind laut Recklies von der Evakuierung betroffen.

Obwohl die Grundschule Prüfening nicht direkt von der Entschärfung betroffen ist, kann dort am Donnerstag kein regulärer Schulbetrieb stattfinden. Nach Angaben der Stadt Regensburg gibt es für Schüler eine Notfallbetreuung im Rahmen der regulären Unterrichts- beziehungsweise Betreuungszeit. Die Kinderhorte in der Killermannstraße und in der Schönwerthstraße haben wie an normalen Schultagen geöffnet. Auch die Mittagsbetreuung der Grundschule Prüfening findet statt.

Hier erfahren Sie, ob Sie von der Evakuierung betroffen sind. Geben Sie dazu im Suchfenster einfach ihre Straße und Hausnummer ein:

Stadt richtet Bürgertelefon ein

Die Stadt hat für Donnerstag ab 8 Uhr ein Bürgertelefon unter (09 41) 5 07 23 26 eingerichtet. Vor allem Menschen, die ohne Hilfe ihr Haus nicht verlasen können, können sich über das Bürgertelefon melden. Betroffenen, die keine Evakuierungsunterkunft gefunden haben, stellt die Stadt die Turnhalle des Goethe-Gymnasiums (Goethestraße 1) zur Verfügung. Speziell eingesetzte Busse holen die Evakuierten von mehreren Sammelpunkten ab, um sie zum Goethe-Gymnasium zu bringen. Ab 9 Uhr verkehren sie etwa im 20-Minuten-Takt, als Sammelpunkte sind die Haltestellen Roter-Brach-Weg, Annahofstraße, An den Klostergründen und Prüfening vorgesehen. Alternativ könne die Linie 1 genutzt werden.

Die Verantwortlichen rechnen damit, dass die Bombe am frühen Nachmittag entschärft sein wird.

Mehr Bilder vom Bombenfundort sehen Sie hier:

250-Kilo-Bombe in Regensburg entdeckt

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Nach Bombenfund: Stadt informiert auf Pressekonfer

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