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Protest

Die Klima-Demo wird für Stau sorgen

Die „Fridays for Future“-Bewegung geht in Regensburg in die dritte Runde. Die Polizei erwartet mehr als 1000 Teilnehmer.
Von Jan-Lennart Loeffler

Bereits zum dritten Mal demonstrieren in Regensburg wieder Schüler für mehr Klimaschutz. Foto: Moosburger/altrofoto.de
Bereits zum dritten Mal demonstrieren in Regensburg wieder Schüler für mehr Klimaschutz. Foto: Moosburger/altrofoto.de

Regensburg.Es wird wieder fürs Klima gehüpft. Am Freitag findet in Regensburg erneut eine der sogenannten „Fridays for Future“-Demonstrationen statt. Bereits zum dritten Mal gehen Schüler für stärkere Bemühungen im Klimaschutz auf die Straße. Los geht es um 11 Uhr am Neupfarrplatz.

„Wir sehen dem Ganzen relativ entspannt entgegen“, sagt Polizeihauptmeister Markus Reitmeier von der Polizeiinspektion Regensburg Süd, die die Demonstration polizeilich betreut. „Wir rechnen mit mehr als 1000 Teilnehmern.“ Das wären mehr als bei den beiden ersten Demonstrationen. Am 7. Februar kamen laut Polizei 400 Teilnehmer auf dem Neupfarrplatz zusammen. Vor vierzehn Tagen zogen rund 1000 Schüler durch die Straßen.

Nibelungenbrücke wird gesperrt

Diesmal soll der Protestzug nicht auf die Innenstadt beschränkt bleiben. Die Demonstration startet am Neupfarrplatz und führt am Dom vorbei über die D.-Martin-Luther-Straße und Greflingerstraße in Richtung Stadtosten. Über die Weißenburgstraße geht es auf die Nibelungenbrücke. Dort ist eine von mehreren Zwischenkundgebungen geplant. Anschließend soll es über die Wöhrdstraße und die Thundorferstraße zum Fischmarkt gehen. Festgelegt wird der Demonstrationsweg durch die Stadtverwaltung, nach Absprache mit den Veranstaltern.

„Durch das Versammlungsgeschehen ist mit Verkehrsstörungen im Umfeld der Aufzugsstrecke zu rechnen“, teilt die Polizei dazu mit Blick auf den zu erwartenden Berufsverkehr am Freitagmittag mit. Auch im Busverkehr könne es aufgrund der neuen Route zu Verzögerungen kommen. Insbesondere an der Nibelungenbrücke dürfte es problematisch werden, wenn diese wegen der geplanten Zwischenkundgebung zumindest in südlicher Richtung ab circa 12.30 Uhr eine Stunde lang für den Verkehr gesperrt werden muss.

Bei der ersten Demonstration kamen 400 Schüler auf den Regensburger Neupfarrplatz Foto: altrofoto.de
Bei der ersten Demonstration kamen 400 Schüler auf den Regensburger Neupfarrplatz Foto: altrofoto.de

Die Polizei bittet ortskundige Autofahrer, die betroffenen Bereiche möglichst weiträumig zu umfahren. Die beiden zurückliegenden Demonstrationen verliefen aus polizeilicher Sicht ohne Zwischenfälle. „Wir gehen davon aus, dass das auch dieses Mal so bleibt“, sagt Polizeihauptmeister Reitmeier. Allerdings sei die Polizei wegen der nötigen verkehrlichen Maßnahmen an diesem Freitag stärker gefordert.

„Der Unterricht findet regulär statt“

Dr. Berthold Freytag, Schulleiter am Werner-von-Siemens-Gymnasium

Da diese Demonstration, wie auch die beiden vorherigen, während der Schulzeit stattfindet, stellt sich für die Schulen in Regensburg wieder die Frage, wie sie damit umgehen, wenn Schüler dem Unterricht deswegen fernbleiben möchten. Die Schule einfach zu schwänzen ist auf keinen Fall erlaubt.

Für Teilnahme ist Erlaubnis nötig

An den St. Marien-Schulen ist die Sache klar: „Diejenigen, die eine Rede halten, oder bei der Organisation selbst Verantwortung übernehmen, dürfen auch teilnehmen“, erklärt Schulleiter Dr. Hans Lindner, der das Engagement seiner Schülerinnen schätzt. „Aber nur mitlaufen, das ist beim dritten Mal zuwenig. Da ist der Unterricht wichtiger.“ Für die Teilnahme sei aber zusätzlich immer noch eine Erklärung der Eltern notwendig. Die Schule will im Frühjahr die Ideen der „Fridays for Future“ in eigenen Workshops aufgreifen.

Bunte Plakate wird es auch am Freitag bei „Friday for Future“ zu sehen geben. Foto: altrofoto.de
Bunte Plakate wird es auch am Freitag bei „Friday for Future“ zu sehen geben. Foto: altrofoto.de

Mit wenig Teilnehmern aus seiner Schule rechnet Dr. Berthold Freytag, Schulleiter am Werner-von-Siemens-Gymnasium. „Der Unterricht findet regulär statt“, sagt Freytag. Grundsätzlich könne in begründeten Fällen ein Schüler vom Unterricht beurlaubt werden, wenn dies die Eltern beantragten. „Bisher sind das nur Einzelfälle“, so Freytag.

Klimaschutz

Hunderte Schüler protestierten friedlich

Viele Jugendliche kamen zum ersten „Friday for Future“ in Regensburg. Darunter befanden sich auch einige schwarze Schafe.

Unter dem Motto „Fridays for Future“ demonstrieren deutschlandweit Kinder und Jugendliche für mehr Engagement in Sachen Klimaschutz. Kundgebungen gab es bereits in vielen Städten. Die Anhänger der Bewegung legen die Demonstrationen bewusst in die Unterrichtszeit. Sie fassen sie als Schulstreik auf. Inspiriert wurden die Proteste durch die 16-jährige schwedische Umweltaktivistin Greta Thunberg.

Live-Blog: Die Reporter der Mittelbayerischen berichten ab 11 Uhr von der „Fridays for Future“-Demonstration.

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