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Die „Mille Miglia“ Ostbayerns

Zum 13. Mal findet in diesem Jahr die Regensburg Classic Rallye statt. Das Programm hat wesentlich mehr zu bieten als Autos.
Von Johannes Heil, MZ

Max Schneider (rechts) stellte gemeinsam mit Thomas Ebenhöch (2. v.r.) von Continental die Regensburg Classic Rallye 2016 vor. Foto: Heil
Max Schneider (rechts) stellte gemeinsam mit Thomas Ebenhöch (2. v.r.) von Continental die Regensburg Classic Rallye 2016 vor. Foto: Heil

Regensburg.Die Erfolgsgeschichte begann mit einer Idee im Jahr 2004. Rallyeleiter Max Schneider ging in diesem Jahr mit Christian Dünnes vom gleichnamigen Autohaus zum damaligen Regensburger Oberbürgermeister und trug diesem seine Idee vor: Eine Rallye mit klassischen Fahrzeugen durch die Stadt und das Regensburger Umland. Trotz dessen Einwand, der Neupfarrplatz sei ein Marktplatz und kein Parkplatz, war letzten Endes nicht viel Überzeugungsarbeit nötig und die Regensburger Classic Rallye war geboren.

Am Sonntag, den 26. Juni, findet die Veranstaltung des Automobilclub Deuerling nun schon zum 13. Mal statt. 155 hochkarätige Oldtimer werden in diesem Jahr an der „Mille Miglia“ Ostbayerns teilnehmen. Die Fahrzeuge müssen mindestens 30 Jahre alt sein, im kommenden Jahr soll diese Grenze auf 40 Jahre angehoben werden, da der Teilnehmerandrang aktuell sehr groß sei, so Schneider. Ein Schlüssel, warum die Veranstaltung derart erfolgreich ist, sei das besondere Ambiente, das Regensburg und die anderen Veranstaltungsorte verströme.

Teilnehmer aus Finnland

Dies spricht sich offenbar auch über die Grenzen der Bundesrepublik herum: „Wir haben in diesem Jahr auch Teilnehmer aus der Schweiz, Italien und Finnland am Start“, sagt Schneider nicht ohne Stolz. Diese kämen aufgrund von Mundpropaganda nach Regensburg. Die Teilnehmer erzählen weiter, dass es hier wirklich „gigantisch schön“ ist, wie es Schneider formuliert.

Das Wichtigste, betont Schneider, sei, dass die Interaktion zwischen Fahrern und Zuschauern stimme. „Wenn die Fans den Fahrern winken, und die Fahrer den Fans, dann ist das eine gute Basis für eine solche Rallye.“

Ebenfalls großen Wert legt Schneider darauf, dass die Rundfahrt nicht vom Konkurrenzdenken lebt: „Bei uns gibt es keine Schnellfahrer oder Raser.“ Die Rallye ist auf eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 40 bis 45 Stundenkilometer ausgelegt. Der Charakter einer touristischen Fahrt solle auf jeden Fall eingehalten werden.

Neben dieser Komponente gebe es zwar durchaus eine Wertung, die zielt aber nicht darauf ab, schnellstmöglich von A nach B zu gelangen. Vielmehr gehe es darum, eine Strecke möglichst genau in einer vorgegebenen Zeit zu absolvieren.

Neben der eigentlichen Rallye haben die Veranstalter ein umfangreiches Rahmenprogramm geschaffen. Das beginnt schon am Samstag am Domplatz. Dort rechnet Schneider bereits mit 120 der 155 teilnehmenden Fahrzeuge. Ab 15 Uhr, bis 21 Uhr werden dort die Fahrzeuge ausgestellt sein und können von Autofreunden bewundert werden.

Die Strecke finden Sie in unserer interaktiven Karte:

Am Sonntag wird dann am Neupfarrplatz die Rallye gestartet. Von einer 16 Meter großen Startrampe aus gehen die Autos auf die Straßen. Von dort führt die Route nach Deuerling, wo jeder Teilnehmer ein kleines Geschenk erhält – so er dann auch anhält. Über Laaber geht es weiter nach Beratzhausen, wo ein großes Fest veranstaltet wird. Nächste Station wird dann Breitenbrunn sein. Dort wird sogar eine Großleinwand aufgestellt, auf der jedes ankommende Fahrzeug übertragen wird.

Halt im Maybach-Museum

Nächster Halt ist das Maybach-Museum in Neumarkt, wo es bei einer Mittagspause eine kleine Gelegenheit zur Stärkung geben wird. Am Museum ist ein Aufenthalt von gut einer Stunde geplant.

Von Neumarkt geht es weiter nach Hohenburg, von wo aus es nach Kallmünz geht, das bis vor kurzem ein eigenes großes Oldtimertreffen veranstaltet hatte. Dieses fällt in diesem Jahr wegen terminlichen Gründen aus. Daher haben sich die Oldtimer-Freunde Kallmünz mit den Organisatoren der Regensburg Classic Rallye zusammengetan und organisieren einnen 20-minütigen Kaffeestopp in ihrem Vereinsheim.

Frisch gestärkt nehmen die Teilnehmer dann die verbleibende Strecke in Angriff, deren nächster Halt das Gelände von Continental in Regensburg ist. Von dort aus geht es dann zurück zum Neupfarrplatz in Regensburg, dem Zielort der Rallye. Im

Auch Continental-Standortleiter Thomas Ebenhöch lobte die Veranstaltung in den höchtsten Tönen: „Es gibt viele Veranstaltungen bei Continental aber die Classic Rallye ist mein persönlicher Favorit.“ Dem Automobilclub Deuerling zollte er Respekt für das, „was er im Laufe der Jahre auf die Beine gestellt hat.“

Bei der 13. Ausgabe werden auch wieder prominente Namen an den Start gehen: Regensburgs Oberbürgermeister Joachim Wolbergs ist mit einem 1971er BMW 2000 tii für das Spektakel angemeldet. Und sogar ein Rallye-Weltmeister wird am Start sein: Walter Röhrl nimmt in einem Porsche 356 SC, Baujahr 1964 an derRundfahrt teil.

Bilder von der 12. Classic Rallye im vergangenen Jahr finden Sie hier:

Die 12. Regensburger Classic Rallye

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