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Fasching

Die Party-Meile der Narren

Am Ostbayerischen Faschingszug in Regensburg nahmen 55 Gruppen teil. Zehntausende feierten mit ihnen auf den Straßen.
Von Wolfgang Ziegler

Mehr als 25 Faschingsgesellschaften aus Niederbayern und der Oberpfalz waren nach Regensburg gekommen. Fotos: Gruber/Ziegler
Mehr als 25 Faschingsgesellschaften aus Niederbayern und der Oberpfalz waren nach Regensburg gekommen. Fotos: Gruber/Ziegler

Regensburg.Petrus ist ein Maschkerer. Nachdem am Freitagvormittag in Regensburg noch zapfige Temperaturen um den Gefrierpunkt vorgeherrscht hatten, machte der oberste Gebieter von Wind und Wetter pünktlich zum Start des Ostbayerischen Faschingszugs 2018 den Himmel auf und schickte der bunten Narrenschar eine Dosis Frühlingssonne. 55 Vereine, Organisationen, Firmen, private Gruppen und Musikformationen aus der gesamten Oberpfalz und weiten Teilen Niederbayerns strahlten mit ihr um die Wette und verwandelten die alte Reichsstadt in ein Tollhaus. Die Wahl war in diesem Jahr deshalb auf Regensburg gefallen, weil die Karnevalsgesellschaft Narragonia, der größte Faschingsverein der Stadt und gleichzeitig der älteste Bayerns, heuer sein 170. Jubiläum feiert.

Impressionen vom Faschingszug sehen Sie in unserer Bildergalerie:

Impressionen vom Ostbayerischen Faschingszug

Wippen im Samba-Rhythmus

Schon lange bevor sich der Gaudiwurm mit zahlreichen phantasievollen Motivwagen pünktlich um 13.15 Uhr beim „Schwammerl“ in der Fürst-Anselm-Allee in Bewegung setzte, war das närrische Fußvolk auf den Beinen, um sich in der Albert- und der Fritz-Fend-Straße aufzustellen. Weil selbst eingefleischte Narren mit leerem Bauch nicht lustig sein können, gab es beim Busparkplatz in der Margaretenstraße Würstl und Getränke. Und wer an den Fahrzeugen die Stellung halten musste, wurde von einem Bollerwagen versorgt, der die Aufstellstrecke immer wieder abfuhr.

Hier waren die Narren unterwegs:

Auf dem Neupfarrplatz gestaltete unterdessen DJ Hanika ab 13 Uhr das „warm up“, ließ singen, schunkeln und tanzen – und den offiziellen Narren damit eine Bühne bereiten, die sich Narragonen-Präsident Erich Lichtl für das „Heimspiel“ seiner Karnevalsgesellschaft gewünscht hatte. Als die Zugspitze kurz vor 14 Uhr dort eintraf, gab es auch tatsächlich kein Halten mehr, wozu zum einen der Rhythmus der Regensburger Samba-Bateria Sarará beitrug, zum anderen aber auch die lustigen Kostüme der Zugteilnehmer, die schmucken Gardemädchen und die kiloweise ausgeworfenen Popcorn-Tütchen, Bonbons und Gummibärchen, die – nicht nur – von den kleinen Besuchern gerne genommen wurden.

Faschingshochburg für einen Tag

Bei so viel guter Laune und Narretei konnte auch Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer, die zusammen mit Landrätin Tanja Schweiger auf dem Narrenschiff der Narragonia an dem Zug teilnahm, nicht anders, als den Karnevalisten die Stadtschlüssel zu überlassen und das Schicksal Regensburgs in Narrenhände zu geben. So schlecht war diese Entscheidung gar nicht, denn das lustige Völkchen machte die Altstadt rund um den Neupfarrplatz zu einer Partyzone und die Stadt für einen Tag zu einer Faschingshochburg.

Lesen Sie außerdem: Die Maschkerer lachten die lausige Kälte weg. Wir haben Gardemädchen, Besucher und Helfer gesprochen.

Die Highlights des Faschingszugs

  • Sarará,

    die Bateria de Samba Bavarese aus Regensburg unter Leitung von Rhythmus-Papst Reinhold Bauer, gab dem Ostbayerischen Faschingszug den Takt vor und heizte die Stimmung an.

  • Bürgermeisterin

    Gertrud Maltz-Schwarzfischer nahm zusammen mit Landrätin Tanja Schweiger im Narrenschiff der Narragonia an dem Zug teil und überließ dem Prinzenpaar schließlich die Stadtschlüssel.

  • Der SCC Grünthal

    nahm mit einem Feinstaub-Staubsauger den Diesel-Skandal aufs Korn und Autohersteller VW unter Beschuss. Wie gut, dass die Stock Cars des Vereins nur mit Benzin fahren.

  • Die Nachwuchs-Garde

    der Regensburger Karnevalsgesellschaft Narragonia durfte natürlich nicht fehlen. Auf dem Weg zum Neupfarrplatz glänzte sie immer wieder mit tänzerischen Einlagen.

Narragonen-Präsident Erich Lichtl, der die Besucherzahl im Gespräch mit unserem Medienhaus auf „locker über 30 000“ schätzte, freute sich natürlich über dieses Echo. Nur beim Bürgerfest seien ähnlich viele Menschen auf den Straßen Regensburgs unterwegs, sagte er. Die organisatorischen Mühen im Vorfeld hätten sich vollauf rentiert.

Ein Video vom Faschingszug sehen Sie hier:

Der Ostbayerische Faschingszug machte Regensburg z

Das sind die Besucher des Faschingszugs:

Die Besucher des Faschingszugs

Unsere Reporter waren beim Faschingszug dabei:

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