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Abiturfeier

Die Träger der Botschaft der Domspatzen

40 Abiturienten nahmen in einer fröhlichen und bewegenden Feier Abschied von ihrem Musikgymnasium. Viele guten Wünsche gab es mit auf den Weg.

Die besten Abiturienten (v.l.) Oscar Jockel, Thomas Aumer, Jonas Lacher, Calvin Lacher und Oskar Weinfurtner mit Oberstudiendirektor i. K. Berthold Wahl Foto: Domsptzen

Regensburg.Zur festlichen Abiturfeier fanden sich am Freitagvormittag im Wolfgang-Saal an der Diepenbrockstraße 40 Abiturienten des Musikgymnasiums der Regensburger Domspatzen ein. Oberstudiendirektor Berthold Wahl begrüßte nach dem Dankgottesdienst in der Hauskapelle, den Stiftungsratsmitglied Domkapitular Johannes Neumüller zelebrierte, neben den Schulabgängern auch deren Eltern sowie zahlreiche Ehrengäste sowie Lehrer, Mitarbeiter und Schüler.

In seiner Ansprache widmete sich Schulleiter Berthold Wahl der Selbstfindung junger Menschen in der heutigen Zeit, wo scheinbar das Motto „Bleib, wie du bist“ dem neuen Wahlspruch „Sei einfach, was du willst“ gewichen ist. Dies erläuterte er launig am „Schweinsteiger-Paradox“, denn je einzigartiger Schweinsteiger zu sein scheint, desto mehr Schweinsteiger gebe es. Die digitale Welt erschaffe neben dem realen Leben eine virtuelle Welt. Avatare treten auf und die Individuen verschaffen sich immer wieder neue Identitäten.

Jongleure der Anforderungen

Dennoch habe die letzte Shell-Studie gezeigt, dass der Optimismus bei Jugendlichen insgesamt gestiegen ist, sagte Wahl. „Während man sich früher einer bestimmten Generation angehörig fühlte, verlaufen die Grenzen heute verstärkt zwischen oben und unten und nicht mehr zwischen Jung und Alt.“ Die Jüngeren würden immer mehr zu Jongleuren verschiedener Anforderungen, wobei die Bildungswege oft verschlungen seien, die Mobilität wachse, Freunde, Partnerschaft und Karriere miteinander in Einklang gebracht werden müssen. Jeder soll bis in die letzten Winkel seiner Seele zum Unternehmer in eigener Sache werden. Doch wer eine gute Ausbildung und starke Eltern im Rücken habe, könne dabei optimistisch bleiben.

Domkapellmeister Roland Büchner wies darauf hin, dass Singen die eigentliche Muttersprache des Menschen sei (so Yehudi Menuhin), und ermunterte seine ehemaligen Sänger, nicht mit dem Singen aufzuhören und die Botschaft der Regensburger Domspatzen weiter zu tragen. Vor allem die soziale, kommunikative und organisatorische Kompetenz, welche sich die Schüler in dem Umfeld von Schule, Chor, Internat und Tagesbetreuung in besonderer Weise aneignen konnten, werde den nun ehemaligen Domspatzen helfen, in der immer unübersichtlicher werdenden Gesellschaft zu bestehen, so Elternbeiratsvorsitzender Prof. Dr. Caspar Franzen.

Zahlreiche weitere Preise der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, der Deutschen Mathematischen Vereinigung und Stipendien von e-fellows.net verlieh stellvertretender Schulleiter Wolfgang Judenmann, wobei er mitteilte, dass Thomas Aumer als Kandidat für das Cusanuswerk vorgeschlagen wurde und Oskar Weinfurtner für die Studienstiftung des Deutschen Volkes.

Hervorragende Leistungen

Ein besonderes Highlight der Abiturfeier ist die jährliche Vergabe des „Kai-Uwe von Hassel-Preises“ mit einem Preisgeld in Höhe von 1000 Euro. In Anwesenheit der Stifterin, Dr. Monika von Hassel, erhielt Oskar Weinfurtner diese Auszeichnung aufgrund seiner vielfältigen Kompetenzen und seiner hervorragenden Leistungen. Den Förderpreis in Höhe von 500 Euro erhielt Oscar Jockel, der sich mit ausdauerndem Fleiß und großem Engagement in die Schulgemeinschaft eingebracht hatte.

Musikalisch gestaltet wurde die Feierstunde vom Bläserensemble des Musikgymnasiums unter der Leitung von Bernhard Mayer und Beiträgen der Abiturienten an Orgel und in Gesang. Die Feier klang aus mit der Motette „Denn er hat seinen Engeln“, gesungen vom Konzertchor unter der Leitung von Domkapellmeister Roland Büchner und dem Chor der Abiturienten unter David Franzen, die traditionsgemäß „Nehmt Abschied Brüder“ intonierten.

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