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Die U23-Absage ist „schade, aber klug“

Nach dem Rückzug aus der Bewerbung 2015: DLV-Präsident Prokop und Athleten-Coach Kurt Ring setzen auf 2017.
von Marianne Sperb, MZ

Szene aus einem U23-Wettkampf: Regensburg könnte 2017 EM-Schauplatz sein.

Regensburg. Regensburg als Schauplatz für die Europameisterschaft junger Leichtathletik-Asse: Die Aussicht lockte. Regensburger Sportvertreter, an der Spitze Sportbürgermeister Gerhard Weber, malten sich schon aus, wie die U23 die Stadt in den internationalen Fokus rücken würde. Nach kurzem Anlauf folgte jetzt der abrupte Abbruch des Unternehmens: Regensburg lässt die Bewerbung fallen, nachdem sich Tallinn vergangene Woche, bei einem Kandidaten-Seminar in Lausanne, überraschend als Konkurrentin geoutet hatte.

In der Sportszene wird die Entscheidung bedauert – aber nachvollzogen. Dr. Clemens Prokop, Präsident des Deutschen Leichtathletikverbands, verwies am Freitag auf die starke Konkurrenz: „Tallinn hat eine bewährte Leichtathletik-Struktur und hat schon viele Top-Ereignisse ausgerichtet, die Stadt selbst ist außerdem sehr attraktiv.“ Zweitens sei es ausgesprochen fraglich, ob Regensburg es geschafft hätte, bis zur Deadline 30. September 2012 das Uni-Stadion EM-fit zu machen. „Vor diesem Hintergrund war es das Klügste, zu sagen, wie ziehen zurück.“ Ähnlich Kurt Ring, der Teamchef der LG Telis Finanz, derzeit in Italien im Trainingslager: „Ich hab’ das erwartet.“ Dass 2015 nicht klappt, sei schade – „aber ich bin überzeugt, dass die Bewerbung 2017 was werden kann“.

Prokop gibt der Bewerbung 2017 große Chancen. Es sei nun ausreichend Zeit, alle Auflagen zu erfüllen. „Und Deutschland hat einen hervorragenden Ruf als Austragungsort.“

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