MyMz
Anzeige

Dreist

Diebe klauen Arbeiten von Krebspatienten

Wer macht denn sowas? Acht Kunstwerke einer Ausstellung im Evangelischen Bildungswerk Regensburg wurden gestohlen.

„Fassungslos und enttäuscht“ – Birgit Kuch und Dr. Carsten Lenk vor der Ausstellungsfläche mit den gestohlenen Bildern im Alumneum. Foto: Dr. Carsten Lenk
„Fassungslos und enttäuscht“ – Birgit Kuch und Dr. Carsten Lenk vor der Ausstellungsfläche mit den gestohlenen Bildern im Alumneum. Foto: Dr. Carsten Lenk

Regensburg.Seit dem 7. Mai 2019 sind Kunstwerke zum Thema Krebs von betroffenen Laienkünstlern des Offenen Ateliers der Bayerischen Krebsberatungsstelle in den Räumen des Evangelischem Bildungswerks (im Alumneum, Am Ölberg 2), ausgestellt, die in engagierter Arbeit im vergangenen halben Jahr entstanden sind. Am Wochenende sind acht der Bilder und Skulpturen entwendet worden.

Der Leiter des EBW, Dr. Carsten Lenk, und die Leiterin der Krebsberatungsstelle, Susanne Strobel, sowie die Ausstellerinnen sind fassungslos und fragen sich: „Wer macht denn so etwas? Hat derjenige keinerlei Gewissen?“ Krebs ist eine furchtbare Krankheit und die dargestellten Kunstwerke sind ein Ausdruck der erlittenen Prozesse. Der Diebstahl ist wie eine zusätzliche Verwundung der schon vom Schicksal verletzten Menschen. „Das ist so überflüssig und ärgerlich. Wir sind fassungslos und empört und können diese Tat in keiner Weise verstehen“, sagen die Mitwirkenden des Offenen Ateliers. Sie bitten mit Nachdruck um die Rückgabe der Kunstwerke. Andernfalls werden sie die Polizei einschalten.

Skulpturen und Bilder gestohlen

Es handelt sich um folgende Darstellungen: leuchtend farbige Halbkreis-Pinselstreifen (großformatiger Keilrahmen ca. 1qm), die Darstellung eines schwarz-weißen Bordercollies (ovaler Keilrahmen mittelgroß ca. 60cm hoch), leuchtende Nelken mit Efeu auf dunkelgrünem Grund (mittelgroß ca. 40 x 40cm), eine sprudelnde Quelle aus dem Gestein (mittelgroßer Keilrahmen ca. 30 x 30 cm), blau-rot-weiß gestaltete Zellen auf weißem Untergrund (kleiner Keilrahmen ca.17x 25 cm), Pappmaché-Skulptur eines Krebses (Tier) (Durchmesser ca. 20 cm), 30 cm hohes weißes Holzbrett mit Ast mit kugelförmige Geschwulst. Falls jemandem die fehlenden Kunstwerke irgendwo auffallen, bitte bei der Leiterin des Offenen Ateliers, Birgit Kuch, Tel. 0172/5665965 melden.

Eine emotionale Verbindung

Gegen eine entsprechende Aufwandsentschädigung oder einen Dienstleistungstausch wären die Ausstellerinnen auch bereit eine Art Duplikat von den Kunstwerken anzufertigen, die sehr gefallen – die Originale stehen jedoch in besonderer emotionaler Verbindung zu jeder Künstlerin und sollen unbedingt in der Ausstellung verbleiben – bzw. zurückkehren.

Mehr Nachrichten aus Regensburg lesen Sie hier.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht