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Runtinger-Preis

Diese Firmen fördern Frauen vorbildlich

Die Stadt Regensburg zeichnet Osram Opto Semiconductors, das Pflegeheim Eggmühl und die Firma „bos-ten“ aus
Von Tino Lex

Das Unternehmen Osram Opto überzeugte mit dem Förderprogramm „Frauenkompass“. Foto: Armin Weigel/dpa
Das Unternehmen Osram Opto überzeugte mit dem Förderprogramm „Frauenkompass“. Foto: Armin Weigel/dpa

Regensburg..„Es ist interessant zu erfahren, wie vielseitig und ideenreich Unternehmen dem Bedarf Rechnung tragen und als Leuchtturm herausragen“, würdigte Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer drei Unternehmen, die mit dem diesjährigen Margerethe-Runtinger-Preis ausgezeichnet wurden.

1991 rief die damalige Oberbürgermeisterin Christa Meier den Margarethe-Runtinger-Preis ins Leben. Es sollten damit Unternehmen besonders hervorgehoben werden, die frauen- und familienfreundlich agieren. Eine wesentliche Aufgabe für Unternehmen ist es heute geworden, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Balance zwischen Erwerbs- und Familienleben zu ermöglichen. Zudem sind Fachkräfte gesucht und Frauen gut qualifiziert; es lohnt sich, sie zu halten.

Die Preisträger des diesjährigen Margarethe Runtinger Preises. Foto: Lex
Die Preisträger des diesjährigen Margarethe Runtinger Preises. Foto: Lex

Zum 14. Mal wurde dieser Preis vergeben. Alle zwei Jahre sind Unternehmen dazu aufgerufen, sich um diesen Preis zu bewerben. Bislang gab es 38 Preisträger, zu denen sich nun drei neue Unternehmen hinzugesellen. Es gibt drei Kategorien: von fünf bis 50 Mitarbeiter, Kleinbetriebe, die mittleren Unternehmen, 50 bis 250 Mitarbeiter sowie Großunternehmen.

„Frauenkompass“ überzeugt

Hier überzeugte das Unternehmen Osram Opto Semiconductors GmbH die zwölfköpfige Jury. Vor allem das Frauenförderprogramm „Frauenkompass“ stand bei der Bewertung hier im Vordergrund, sowie die authentisch weibliche Führung in der Geschäftsleitung. Geschäftsführerin Ingrid Jägering betonte in ihrer Dankesrede, dass es ohne die Mithilfe der vielen Kolleginnen nicht möglich wäre, ein solches Programm zu installieren. „Chancengleichheit und Gleichberechtigung scheinen uns Errungenschaften der Neuzeit. Das Mittelalter hingegen erinnert uns an eine düstere von Männern dominierte Zeit“, sagte Ingrid Jägering.

Trotzdem habe es auch im Mittelalter viele starke Frauen gegeben, die sich behaupten mussten. Eine von ihnen: Margarethe Runtinger, betonte die leitende Angestellte von Osram Opto Semiconductors GmbH. Runtinger sei eine weltoffene Frau mit Macht und Einfluss gewesen. Bei den mittleren Unternehmen gewann erst zum zweiten Mal ein Unternehmen aus dem Pflegedienst: das Seniorenheim Schloss Eggmühl überzeugte. Ausschlaggebend hier: Die Flexibilität in der Anpassung der Arbeitszeit an die individuellen, familiären Bedarfe trotz 365 Tage- und Nächte-Präsenz sowie die außergewöhnliche finanzielle Unterstützung der Familien.

Für das Seniorenheim Eggmühl nahm ein Mann, Bernhard Strazim, die Auszeichnung entgegen. Doch er hatte eine große Schar an Mitarbeiterinnen mit in den Runtingersaal gebracht. 2016 hatte sich das Unternehmen bereits beworben, kam in die engere Auswahl, doch dieses Jahr habe es geklappt, worüber er sehr froh sei. Strazim dürfe zwar den Preis für die Einrichtung in Empfang nehmen. Die eigentliche Arbeit führten allerdings „seine Damen“ aus.

In der Kategorie Kleinbetriebe entschied sich die Jury für „bos-ten“ AG. In der Laudation heißt es hierzu: „Die Firma aus dem Bereich erneuerbare Energien wird für ihre umfassende Gehaltstransparenz und für die strategisch-aktive Förderung von Frauen ausgezeichnet.“ Jutta Weber, Vorstand und Eigentümerin des kleinen aber feinen Unternehmens zeigte sich überglücklich, den Preis gewonnen zu haben. „Es war allein schon allein ein Gewinn, dass wir uns im Rahmen der Bewerbung für diesen Preis mit uns selbst beschäftigten und gesehen haben, was wir können und was nicht“, so Weber. Sie schilderte zudem, dass der Besuch der Jury von einer tollen Atmosphäre begleitet worden war.

Glückliche Kollegen

Weber und ihre gesamte Belegschaft gaben sich ab diesem Zeitpunkt kämpferisch. Für die „bos-ten AG“ sprach auch die junge Führungskraft Sandra Hirsch. Sie berichtete von der Bewerbung einer jungen Frau, die in der Nähe der Firma wohnt: „Ich freue mich jedes Mal, wenn ich bei Ihrem Büro in der Mittagszeit vorbei komme und die glücklichen Kollegen sehe.“ Jetzt arbeit sie auch in der Firma mit den glücklichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

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