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Natur

Dörnbergpark soll im Februar 2019 öffnen

Seit einem Jahr ist der Park zu. Rund zwölf Bäume müssen gefällt werden. Die Arbeiten übernimmt eine Regensburger Firma.
Von Daniel Steffen

Der Dörnbergpark im Herzen der Stadt ist schon knapp ein Jahr lang nicht zugänglich für die Öffentlichkeit. Foto: Steffen
Der Dörnbergpark im Herzen der Stadt ist schon knapp ein Jahr lang nicht zugänglich für die Öffentlichkeit. Foto: Steffen

Regensburg.Bis voraussichtlich Februar 2019 muss die Sperrung des Dörnberg-Parks aufrecht erhalten bleiben. Dies teilte die Stadt am Freitag im Rahmen einer Ortsbegehung mit. Den Entscheid begründete sie mit den Baumsicherungsarbeiten, die im Januar beginnen sollen. Es sei geplant, diese rechtzeitig zum Beginn der Vogelschutzzeit abzuschließen, hieß es.

Zu Jahresbeginn hatte die Stadt den gesamten Baumbestand durch externe Gutachter kontrollieren und bewerten lassen. Aus den Gutachten ergab sich, dass an den Bäumen insgesamt 1024 Maßnahmen getroffen werden müssen. Lediglich bei zehn bis 15 Bäumen sei Fällungen vorgesehen, die jedoch unter Aspekten des Artenschutzes im Einzelfall geprüft werden müssten.

Wie das Gartenamt erklärte, habe der Dörnbergpark wegen seiner alten Bäume „höchsten Biotopwert“ und unterliege strengen artenschutzrechtlichen Bestimmungen. Aus diesem Grund habe die Stadt auch zwei artenschutzrechtliche Gutachten in Auftrag gebeben, deren Berichte nun ebenfalls abgeschlossen seien. Unter anderem wurde festgestellt, dass es im Stadtpark eine große Artenvielfalt von Fledermäusen gibt, welche vornehmlich in Baumhöhlen und an morschen Baumstellen ihren Lebensraum haben.

Käfer in Hülle und Fülle

Ebenfalls gebe es eine Fülle an Holzkäfern, die „von regionaler und überregionaler Bedeutung“ seien. Die Käfer gelten als Bewohner von Totholz, da diese Tiergruppe „auf engste Weise an den Lebensraum alter und absterbender Bäume mit ihren vielfältigsten ökologischen Nischen gebunden“ sei.

Erfahren Sie im Video, warum die Situation im Dörnbergpark so besonders ist:

Video: Simone Grebler

Aufgrund dieser Ergebnisse könne nicht die Säge nicht ohne Weiteres an den Baumbestand angesetzt werden. Vielmehr sollen die empfohlenen Baumfällungen „weitgehend vermieden“ werden. So schwebt der Stadt vor, die zur Fällung empfohlenen Bäume als „hohen Torso“ zu erhalten, damit der Lebensraum der Tiere in den Höhlungen und Morschungen erhalten bleibt. Der „Restbaum“ müsse dann „vertretbar verkehrssicher“ sein. Grundsätzlich bedeute dies für die Baumpflege, dass Aspekte der Parknutzung, der Verkehrssicherheit sowie des Natur- und Artenschutzes „unter einen Hut gebracht werden“ müssen.

Freizeit

Dörnbergpark bleibt weiterhin zu

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Die Vergabe der Baumpflegearbeiten ist nun erfolgt. Wie Baumpflege-Expertin Gerda Neuger vom Gartenamt sagt, handelt es sich um eine Firma aus Regensburg, der es eine „große Ehre“ sei, den Auftrag durchzuführen. In der dritten Januarwoche beginne die Firma mit den Arbeiten, drei Wochen Zeit werde die Maßnahme in Anspruch nehmen. Ob der Park nach Abschluss der Arbeiten wieder komplett für die Öffentlichkeit zugänglich ist, sei noch offen. „Wir gehen davon aus, dass wir mindestens eine Teilöffnung haben werden“, sagt Michael Lehmann, der stellvertretende Gartenamtsleiter.

Am Ende der Lebenszeit

Grundsätzlich werde sich das Erscheinungsbild des Dörnberg-Parks in den nächsten 10 bis 15 Jahren gravierend verändern. Dies liege vor allem daran, weil viele der Bäume bereits am Ende ihrer Lebenszeit angekommen seien. Diese, meist über 140 Jahre alten Bäume seien durch Faktoren wie Holz abbauende Pilze, durch Phytophthora, Bodenverdichtungen, aber auch den allgemeinen Klimawandel sehr geschwächt.

„All das führt dazu, dass die Bäume absterben und zu einem Sicherheitsrisiko werden“, betont Lehmann. Zwar habe das Gartenamt in den vergangenen Jahren intensiv Baumpflegarbeiten zur Sicherung durchgeführt, der Verfall der Bäume ließe sich dadurch aber nicht aufhalten. Durch Neupflanzungen möchte die Stadt den Verlust wieder ersetzen.

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