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Besichtigung

Domspatzen ziehen bald in neues „Nest“

Am 12. September startet der Betrieb der Grundschule am neuen Standort Reichsstraße. Vier der Schüler durften sich das Gebäude in Regensburg ansehen.
von Daniel Steffen, MZ

  • Die Schüler Matthias Schmitt, Johannes Kangler, Moritz Rank und Daniel Listl (von links) begutachteten mit Schulleiterin Petra Stadtherr das neue Grundschul-Gebäude – und waren hellauf begeistert. Fotos: Daniel Steffen
  • Domkapellmeister Roland Büchner (weißes Hemd) und Domprobst Dr. Gegenfurtner (rechts) mit den Kindern Fotos: Daniel Steffen
  • So sieht das neue Gebäude von außen aus. Der Vorplatz befindet sich noch im Bau. Fotos: Daniel Steffen
  • Architekt Joachim Peithner hat das Grundschulgebäude konzipiert. Fotos: Daniel Steffen
  • Die modernen neuen Klassenräume Fotos: Daniel Steffen

REGENSBURG. Nun ist es nur noch eine Frage von zwei Monaten, bis die Domspatzen-Grundschüler in Regensburg zur Schule gehen können. Am neuen Standort in der Reichsstraße wird derzeit fleißig gewerkelt. Einen ersten Eindruck von ihrer neuen Stätte zum Lernen und Leben konnten sich vier der Grundschüler bei einer exklusiven Führung machen: Für die Jungen Matthias Schmitt, Johannes Kangler, Moritz Rank und Daniel Listl war der Rundgang genau so spannend wie für die Mittelbayerische Zeitung, die sich von Architekt Joachim Peithner und Schulleiterin Petra Stadtherr über die Details zum Neubau aufklären ließ. An dem Rundgang nahmen ebenso Dompropst Prälat Dr. Wilhelm Gegenfurtner und Domkapellmeister Roland Büchner teil.

Acht Klassenräume, drei Chorsäle, großzügige Freizeit- und Spielbereiche sowie eine Zweifachturnhalle entstehen derzeit an der Reichsstraße ebenso wie ein moderner Schulhof. Schon ab dem 12. September, dem ersten Schultag des kommenden Schuljahrs, sollen die Kinder am neuen Ort unterrichtet werden. Zwei erste Klassen und jeweils eine zweite, dritte und vierte Klasse nehmen ihren Betrieb, der langfristig auf Zweizügigkeit ausgerichtet ist, auf. Damit endet der Unterricht am bisherigen Standort in der Klosterstraße in Pielenhofen. Die Nähe zum benachbarten Domspatzen-Gymnasium soll die Kooperation beider Schulen entscheidend verbessern.

Die Wirkung: hell und freundlich

Zunächst einmal staunten die Kinder nicht schlecht, wie hell und lichtdurchflutet ihr neues Schulgebäude ist. Das erreichte Architekt Peithner dadurch, dass er die Fenster großzügig gestalten ließ und dem Innenleben einen weißen Anstrich verpasste. Zwar sollen laut Peithner noch ein paar Farb-Elemente eingebaut werden, weiß bleibt aber die dominierende Farbe. Die gläsernen Treppengeländer verstärken die helle, freundliche Wirkung zusätzlich. Bei der Gebäudekonzeption setzte Peithner auf ausreichend Freizeit- und Spielmöglichkeiten, die vor allem im obersten Stock des viergeschossigen Gebäudes geboten werden. Dort gibt es unter anderem zwei Spielräume, einen Ruheraum sowie einen „Toberaum“ mit Boxsack sowie ein „grünes Klassenzimmer“. Eine weitere Besonderheit des Gebäudes ist, dass zwischen den Klassenräumen „Differenzierungsräume“ eingearbeitet wurden. Diese sollen die Möglichkeit von Einzel- und Kleingruppenunterricht bieten.

„Wollten weg vom Konservativen“

Mit dem Bau unterstreicht die Schule um Leiterin Petra Stadtherr die Ausrichtung als Lern- und Freizeitort. Bewusst habe man sich von konservativen Vorstellungen einer strengen Unterrichtsgestaltung gelöst. So soll Unterricht nicht immer im 45-Minuten-Takt abgehalten werden, sondern den Schülern auch die Möglichkeit der Projektarbeit gegeben werden. Als musische Schule, so Stadtherr, liege die Betonung auf den Bereiche Kunst, Musik und Theater.

„Ich bin voller Vorfreude“, fiebert die Schulleiterin dem Start in zwei Monaten entgegen. „Zwei Jahre habe ich Zeit gehabt, für die Schule ein neues pädagogisches Konzept zu entwickeln. Jetzt freue ich mich, es umsetzen zu können.“ Das Konzept sieht beispielsweise vor, dass die Erzieherinnen die Kinder gemeinsam mit den Lehrern und den Chorleitern durch den Tag begleiten. Ferner sollen „reformpädagogische Elemente Einzug halten“ und ein Musik-Unterricht „auf höchstem Niveau“ geboten werden.

Wie Joachim Peithner erklärte, ist zu diesem Zweck der große Chorsaal mit schräg verlaufenden Wänden gestaltet, um eine optimale Akustik zu bieten. Auch die Raumhöhe von fünf Metern soll die Schallwirkung unterstützen. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme bezifferte Architekt Peithner auf rund 13 Millionen Euro. Das Richtfest hatte die Grundschule der Domspatzen gemeinsam mit Bürgermeister Gerhard Weber, Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller, Dompropst Dr. Wilhelm Gegenfurtner und Domkapellmeister Büchner bereits am 11. Juni 2012 gefeiert.

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