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Ernährung

EBW kocht – mit Slow Food als Partner

Bildung geht auch über Topf und Teller. Deshalb bekam das Bildungswerk eine Küche und lädt nun ein zu Kochkursen, Kochtreffs und Gesprächen.
Von Heinz Klein, MZ

Sie weihten die neue Küche ein: Karl Heinz Kaiser, Pfarrer Dr. Manfred Müller, Ikea-Chef Michael Lenski und Christoph Hauser. Foto: Klein

Regensburg. „Einfach kochen“ heißt das neuen Projekt, mit dem das Evangelische Bildungswerk (EBW) ab März 2013 sein Programm erweitert. Geschäftsführer Dr. Carsten Lenk stellte es gestern vor. Möglich wird dies durch eine neue Küche, die Karl Heinz Kaiser (Kaiserküche) dem EBW als Dauerleihgabe zur Verfügung stellt. Und die wurde gestern eingeweiht, dem Motto gemäß mit etwas ganz Einfachem. Christoph Hauser (Hausers Kochlust) lud die Gäste zu einem gemeinsamen kurzen Schnippeln ein und kredenzte dann einen niederbayerischen Kartoffelkas aus der rotschaligen Quarta und dazu Bauernbrot und Rohmilchbutter aus der Region.

Damit beginnt nun eine neue Partnerschaft zwischen Slow Food Regensburg und dem EBW. Denn in der Martinsklause unten im Keller des Alumneums (Am Ölberg) werden künftig nicht nur junge Familien, Alleinerziehende, Studierende und Menschen mit wenig Geld oder auch wenig Zeit lernen, aus einfachen Dingen ein feines Essen zu brutzeln. Hier werden unter dem Motto „Kulinarisches – Literarisches – Kulturelles“ jeden dritten Montag im Monat Kochtreffs veranstaltet. „Slowtisch“ heißt die neue Veranstaltungsreihe, zu der Karl Heinz Kaiser, der auch Vorsitzender des Regensburger Slow Food Conviviums ist, alle Interessierten einlädt. Diese offenen Kochtreffs werden jeweils unter ein Motto gestellt. Los geht es am 25. Februar mit dem Thema Bierkultur, die Bierbotschafter Michel Schönharting den Teilnehmern näher bringen wird. So soll die Martinsklause nicht nur Ort des Lernen und Kochens, sondern auch der Begegnung und des Austauschs sein, kündigte Carsten Lenk an. „Miteinander kochen, miteinander essen, miteinander reden“ – das ist die Zielsetzung.

Auch die Slow Food Jugend wird in der Martinsklause köcheln – und Pläne für Aktionen – zum Beispiel ein „Eat in“ oder eine Schnippel-Disco – schmieden, kündigte Phoebe Ploedt, Initiatorin von Slow Food Youth, an. Dabei geht es darum, Bewusstsein zu schaffen. Denn „Essen ist auch ein politischer Prozess“, machte Christoph Hauser klar: „Mit der Wahl der Lebensmittel verändert man die Welt.“

Auch Begegnungen über kulturelle und religiöse Grenzen hinweg soll es in der neuen EBW-Küche künftig geben, wenn Migrantenvereine und Religionsgemeinschaften über ihre Küchenkultur oder Speiserituale berichten werden.

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