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Kunstfund

Eigentümer im Internet finden

Tina Lorenz, OB-Kandidatin der Regensburger Piraten, unterstützt den Vorschlag, Fotos der Bilder aus der Sammlung Gurlitt zu veröffentlichen.

Dieses Bild von Otto Dix ist Teil des Sensationsfunds aus München. Foto: afp

Regensburg.Die Piraten wollen die rechtmäßigen Besitzer der Bilder der Sammlung Gurlitt per Crowdsourcing ausfindig machen. Tina Lorenz, OB-Kandidatin der Piraten in Regensburg, kommentiert auf der Website der Piratenpartei Bayern einen Vorschlag des Anwalts Peter Raue. Dieser hatte gegenüber Deutschlandradio Kultur vorgeschlagen, Fotos der Kunstwerke auf Websites wie der Lost Art Internet Database zu veröffentlichen. „Natürlich muss Raubkunst, wenn irgend möglich, wieder an die ursprünglichen Besitzer oder zumindest deren Erben zurückgegeben werden. Und dafür ist Crowdsourcing eine der besten Methoden überhaupt“, schreibt Lorenz. Außerdem bezeichnete sie es als „verantwortungslos“, dass „die Bilder seit über einem Jahr in einem Behördendepot rumgammeln“. Gerade ein Bundesland wie Bayern, „das viel auf seine Modernität und seinen Netzausbau hält“, sollte nicht länger zögern.

In der Wohnung des Münchner Rentners Cornelius Gurlitt hatten Steuerfahnder etwa 1500 bislang verschollene Kunstwerke entdeckt. Dabei handelt es sich wohl weitgehend um Raubkunst aus dem 3. Reich oder um Kunstwerke, die von den Nazis als „entartet“ klassifiziert wurden. (kw)

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