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Präsentation

Ein Blick auf die jüdische Geschichte

Begleitend zum Bau der neuen Synagoge ist ein Buch entstanden. Klaus Himmelstein stellte das Werk jetzt vor.
Von Sarah Höger

Verleger Fritz Pustet, Herausgeber Klaus Himmelstein und Bernhard Lübbers, Direktor der Staatlichen Bibliothek Regensburg, (von links) Foto: Höger
Verleger Fritz Pustet, Herausgeber Klaus Himmelstein und Bernhard Lübbers, Direktor der Staatlichen Bibliothek Regensburg, (von links) Foto: Höger

Regensburg.Wer häufiger am Brixener Hof in der Regensburger Altstadt wandelt, dem dürfte der beträchtliche Baufortschritt des neuen jüdischen Gemeindezentrums und der neuen Synagoge an der Ecke Luzengasse längst ins Auge gefallen sein. Im Frühjahr 2019 soll die Synagoge feierlich eröffnet werden.

Begleitend zu den Bauplanungen im Jahr 2015 entstand die Idee, ein Buch zur jüdischen Geschichte in Regensburg herauszugeben. Den entscheidenden Impuls gab der Erziehungswissenschaftler Klaus Himmelstein, der als Herausgeber 19 Autoren honorarfrei engagieren konnte, um Beiträge zur Geschichte des jüdischen Lebens in Regensburg zu verfassen.

Unter dem Titel „Jüdische Lebenswelten in Regensburg – Eine gebrochene Geschichte“ ist ein 422 Seiten starkes Buch erschienen, das Himmelstein im Bonhoeffersaal im Evangelischen Bildungswerk am Ölberg vorstellte. Veranstaltet wurde die Buchvorstellung vom Evangelischen Bildungswerk gemeinsam mit dem Verlag Friedrich Pustet und der Staatlichen Bibliothek Regensburg.

Himmelstein stellte dabei sein Werk vor, das über zweieinhalb Jahre hinweg in mühevoller Arbeit zusammen mit Archäologen, Historikern und Judaisten entstanden war. Auch die Staab Architekten, die das neue Gemeindezentrum und die Synagoge geplant hatten, kommen im Buch zu Wort und legen im letzten Kapitel ihre Überlegungen zur Planung des Baus dar.

Klaus Himmelstein betonte in seinem Vortrag, dass es sich bei der Entstehung des Buches um eine „schwierige Gratwanderung“ gehandelt habe. Denn das Werk sollte nicht zu wissenschaftlich werden, aber dennoch auf der Grundlage des neuesten Forschungsstandes basieren. Seinen Worten zufolge war es nicht immer leicht, die „19 schreibenden Individualisten“ zu koordinieren. So hatte Ilse Danziger in ihrem Grußwort für die jüdische Gemeinde Regensburg zuvor die Autoren bezeichnet. „Das gebundene Ergebnis hat sich aber gelohnt“, so Himmelstein, der Verleger Fritz Pustet dafür dankte, dass er das „wirtschaftliche Risiko“ bereitwillig auf sich genommen habe.

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