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Broschüre

Ein Fahrplan für den Inneren Stadtosten

Stadt und Anwohner regen viele Veränderungen für das Gebiet in Regensburg an. Auf 170 Seiten sind die Ziele definiert.
Von Daniel Steffen

Quartiersmanager Maximilian Graef stellte das Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept für den Inneren Stadtosten vor. Foto: Steffen
Quartiersmanager Maximilian Graef stellte das Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept für den Inneren Stadtosten vor. Foto: Steffen

Regensburg.Rund 200 Hektar groß, beherbergt der „Innere Südosten“ Regensburgs rund 10 000 Einwohner. Das Gebiet umfasst Teilbereiche der Stadtteile Kasernenviertel, Ostenviertel und Hohes Kreuz und steht auch deshalb vor besonderen Herausforderungen, da sowohl auf städtebaulicher als auch sozialer Ebene Handlungsbedarf besteht.

Einstimmig hat der Stadtrat daher im Sommer 2016 beschlossen, den Inneren Osten in das Bund-Länder-Förderprogramm „Soziale Stadt“ aufzunehmen. Etwas mehr als drei Jahre sind seitdem vergangen – und ganz aktuell wurde die Broschüre zum integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept für das Untersuchungsgebiet auf den Weg gebracht. Die Broschüre stellte Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer jetzt im Quartiersbüro in der Daimlerstraße vor.

Bei dem Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept, kurz ISEK, handelt es sich um das Ergebnis eines etwa eineinhalbjährigen Erarbeitungsprozesses rund um den Inneren Stadtosten. Er ist laut Stadt als „Fahrplan“ für die weitere Entwicklung im Stadtteil zu sehen und beinhaltet konkrete Ziele, die gemeinsam mit den Anwohnern gesetzt worden sind.

Ergebnisse werden in Ausstellung präsentiert

Mario Abel vom beauftragten Architektenbüro „yellow z“ aus Berlin erinnerte an eine gemeinschaftliche Fahrradtour zum Auftakt des Projekts, an Ideen-Werkstätten und an weitere Aktionen, die im Rahmen der Partizipation erfolgt sind. Er schnitt Inhalte der rund 170-seitigen Broschüre kurz an und bediente sich dabei auch der aktuellen Ausstellung, die nun die Ergebnisse des Entwicklungskonzepts der Öffentlichkeit präsentieren soll. Ab diesem Freitag wird die Ausstellung für vier Wochen in der Stadtteilbücherei Candis (Kastenmaierstraße 2) zu sehen sein.

Wer an dem Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept interessiert ist, kann dort sowie im Quartiersbüro in der Daimlerstraße 27 ein kostenloses Exemplar der Broschüre erhalten. Die Stadt weist zudem darauf hin, dass das ISEK auf der Internetseite des Planungs- und Baureferats heruntergeladen werden kann.

Orte der Begegnung und der Bewegung

Inhaltlich ist die Broschüre so strukturiert, dass zunächst die Sektoren im Inneren Südosten genau analysiert wurden – hinsichtlich der Demografie, der sozialen Infrastruktur, der Bildungsangebote, der Nahversorgung, der Freizeitmöglichkeiten und vieler weiterer Faktoren. Daraus ergab sich ein Zukunftsbild, bei dem konkrete Entwicklungsziele verfolgt werden.

So soll etwa das Areal der früheren Prinz-Leopold-Kaserne „Leuchtturmprojekt für klimafreundliche Quartiersentwicklung“ werden. Auch Sanierungen von Spielplätzen wie an der Safferlingstraße und am Ostheim werden thematisiert. Zudem sieht das Konzept vor, Orte der Begegnung und der Bewegung zu schaffen und den Fuß- und Radverkehr auszubauen.

Neues Antlitz für die Liebigstraße

Für öffentliche Gebäude wie die Candis-Bücherei wird eine Mehrfachnutzung und für die Gegend nördlich des Candis-Viertels ein Ausbau der sozialen Infrastrukturen gewünscht. Das Gewerbegebiet Liebigstraße indes soll „langfristig zu einem Mischgebiet umfunktioniert“ werden.

Generell ist das Bestreben da, die unter dem Begriff Innerer Stadtosten zusammengefassten Stadtteile besser zu vernetzen. Im hintern Teil der Broschüre folgen konkrete Maßnahmenempfehlungen, bei denen häufig Beispiele aus anderen Städten angeführt sind.

Die fertige Broschüre bedeute jedoch nicht, dass das Konzept bereits in Stein gemeißelt sei. Die Bürgermeisterin, Quartiersmanager Maximilian Graef und Mario Abel forderten die Stadtteilbewohner daher zum weiteren Mitmachen auf.

Jubiläum

  • Quartiersmanagement:

    Neben der Veröffentlichung der Broschüre feierten die beteiligten Akteure auch das einjährige Jubiläum des Quartiermanagements. Es ist ebenfalls Teil des Projekts Soziale Stadt Innerer Südosten und wird unter der Trägerschaft der Diakonie mit Mitteln der Städtebauförderung unterstützt.

  • Ansprechpartner:

    Das Quartiermanagement kümmert sich zum Beispiel um die Förderung und Vernetzung bestehender Stadtteilinitiativen, die Umsetzung eigener Projekte und ist zentraler Ansprechpartner der Menschen vor Ort. Das Quartiersmanagement wird von Maximilian Graef geleitet.

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