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Kultur

Ein Fest kubanischer Lebensfreude

Mit der Conexión Cubana ging das Internationale Musik-Festival im Thon-Dittmer-Palais in die Endrunde.
Von Elisabeth Angenvoort

Karibische Atmosphäre brachten die Musiker der Conexión Cubana mit nach Regensburg. Foto: Elisabeth Angenvoort
Karibische Atmosphäre brachten die Musiker der Conexión Cubana mit nach Regensburg. Foto: Elisabeth Angenvoort

Regensburg.Karibisches Wetter „wie bestellt“, dazu das wunderbare Ambiente des Thon-Dittmer-Hofes und ein begeisterungsfähiges Publikum: Der Freitag bot den perfekten Abend für den „quasi noch nicht amtlichen Rausschmeißer“ des Internationalen Musik-Festivals, wie es Veranstalter Alex Bolland formulierte, und den vorletzten Höhepunkt in einer ganzen Reihe von Events auf hohem künstlerischem Niveau. Traditionell fand dieser „Rausschmeißer“ im Rahmen eines Festivals Son Cuba statt, jenes Musikstils, der den Kubanern als Urklang der Musik und Mutter aller Rhythmen gilt.

Künstler mit riesigem Improvisationstalent

Mit der Conexión Cubana hatte Bolland eine Formation hochkarätiger Vollblutmusiker um den Boss am Bass, Nicolas Alberto Sirgado Lllanes, nach Regensburg geholt. Bereits im fulminanten Intro offenbarte sich Heber Alberto Méndez Gomez als begnadeter Pianist, dessen atemberaubende Läufe durchaus an Chopin denken ließen. Es folgten an der Trompete Lazaro Amaury Oviedo Dilout sowie an der Posaune William Borrego im scheinbar improvisierten Wechselspiel, bevor Alexander Garcia Barrera und Fabián Sirgado Pérez an den Drums beziehungsweise Kongas einstiegen, ergänzt durch Carlos Querol Aldana an der gitarrenähnlichen Tres Cubano.

Er sei ein „geborenes Improvisationswunder“, heißt es im Booklet zum Album „La Maravilla“ über Sänger und Posaunist William Borrego: Doch letztlich trifft das auf jeden einzelnen Künstler der „Conjunto“ zu.

Ein musikalischer Wettstreit

Die Wurzeln des Son offenbarten sich spätestens im ersten Frage-Antwort-Spiel zwischen Sänger Borrego und dem „Segundo“, hier der Trompete, die sich wechselseitig zu erstaunlichen Tonhöhen steigerten. Als gleichermaßen virtuos erwiesen sich die Gitarrensoli Querol Aldanas, der zudem beneidenswert stilsicher neben Borrego tanzte. Ein Teil des Innenhofs verwandelte sich spätestens nach der dritten Nummer in eine Tanzfläche für individuelle Interpretationen des Salsa, wobei Borrego anhand der Claves den Rhythmus vorgab. Nach einer Mixtur von volkstümlichen Melodien (wunderbar intoniert im Duett Borrego/Querol) und Elementen, die an den nordamerikanischen Blues erinnerten, lieferten sich Querol an der „Tres“ und Méndez (Piano) einen musikalischen Wettstreit. Ein wunderbarer Abend voller musikalischer Leidenschaft und Lebensfreude.

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Conexion Cubana

  • Son Cubano:

    Die historischen Wurzeln dieses kubanischen Musikstils gehen bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück.

  • Die Formation:

    Mit seinem Projekt ist Komponist, Arrangeur und Bassist Nicolás Sirgado Llanes seit Jahren weltweit auf Tour.

  • Kuba:

    In Kuba gelten die Musiker von Conexión Cubana als eine der besten Son-Cubano-Formationen.

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