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Feiern

Ein Gaudiwurm für Ostbayern

Die Narragonia organisiert einen Faschingszug – in Regensburg, aber für die ganze Region. 55 Gruppen haben sich angemeldet.
Von Curd Wunderlich

Trotz Regens bestaunten 2016 rund 15000 Neugierige den Faschingszug in Regensburg. Fotos: altrofoto.de (Archiv/2)/Wunderlich
Trotz Regens bestaunten 2016 rund 15000 Neugierige den Faschingszug in Regensburg. Fotos: altrofoto.de (Archiv/2)/Wunderlich

Regensburg.Nach einem Jahr Pause ist es am Sonntag, 4. Februar, wieder soweit: Ab 13.13 Uhr läuft durch die Altstadt ein bunter, langer Faschingszug. Der Startpunkt ist am „Schwammerl“ an der Albertstraße, Endpunkt am Neupfarrplatz mit heuer gleich zwei Bühnen. Und dem Regensburger Gaudiwurm wurde dabei eine ganz besondere Ehre zuteil: Er darf sich dieses Jahr „Ostbayerischer Faschingszug“ nennen. Erich Lichtl, Präsident der Faschingsgesellschaft Narragonia, hofft, damit besonders viele Schaulustige in die Altstadt zu locken.

Bislang haben sich laut Lichtl 55 Gruppen angemeldet. „Das sind starke Faschingsgesellschaften mit teilweise 50 bis 70 Personen. Das wird schon ein langer Tross“, meint der Hauptorganisator voller Vorfreude.

Riesenaufwand nötig

Lange Zeit hielt der Gaudiwurm in der Donaustadt einen tiefen Dornröschenschlaf. 2016 schließlich wollte die Stadt den Narrenzug wiederbeleben und organisierte ihn mit den beiden hiesigen Faschingsgesellschaften Narragonia und Lusticiana. Am Ende entschied man sich, den dahintersteckenden Riesenaufwand nicht jedes Jahr zu betreiben: „Wir haben dann beschlossen, wir machen das im abwechselnden Rhythmus mit dem Bürgerfest alle zwei Jahre. So kann sich das gut etablieren in Regensburg“, ist Lichtl überzeugt.

Die Narragonia hofft heuer auf besseres Wetter als 2016.
Die Narragonia hofft heuer auf besseres Wetter als 2016.

1848 wurde die Narragonia gegründet, feiert heuer also ihr 170-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass organisiert die Gesellschaft den Faschingszug heuer in Eigenregie.

2016 kamen trotz Nieselregens rund 15000 Menschen zum Mitfeiern. „Da war die Stimmung schon bombastisch“, blickt er zurück. „Wenn wir jetzt besseres Wetter haben, wird das Ganze dann einfach gigantisch“, sucht Lichtl schmunzelnd den noch größeren Superlativ.

Eigentlich ist der Anmeldezeitraum für Gruppen, die am Zug mitnehmen wollen, bereits abgelaufen. „Wenn noch wer kommt, finden wir aber schon noch ein Plätzchen“, zeigt der Narragonia-Präsident sich optimistisch.

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Der Organisationsaufwand sei gigantisch, gibt er zu. Die Stadt biete ihm zwar jede Unterstützung, alle Fäden laufen jedoch bei der Faschingsgesellschaft zusammen. „Aber wenn es ein Erfolg wird – und davon gehe ich fest aus –, dann hat sich das auf jeden Fall rentiert: Für die Narragonia, für die Stadt und für die ganze Region.“ Schließlich feiern die Karnevalisten den Fasching nicht nur für sich selbst, sondern für alle Leute: „Da kann man einfach mal den Alltagsstress vergessen und draußen ausgelassen Party machen.“

Welche Wagenmotive zu sehen sein werden, das weiß auch Erich Lichtl noch nicht: „Da lasse ich mich wie alle anderen überraschen.“ Seine Narragonia wird wieder mit ihrem neuen Narrenschiff, das sie vor zwei Jahren gebaut hat, dabei sein. Darauf soll auch die politische Prominenz mitfahren. „Und wir haben natürlich genügend Auswurfmaterial dabei, damit die Kinder nicht zu kurz kommen“, verspricht er.

DJ Hanika heizt Partyvolk ein

Unterhaltung für Groß und Klein ist bereits ab 13 Uhr am Neupfarrplatz im Herzen von Regensburg geboten. Auf einer kleinen Bühne im Bereich des Café Alex heizt DJ Hanika dem Partyvolk ein. An der großen Moderationsbühne vor Galeria Kaufhof rollt der Faschingszug vorbei. Nach und nach trudeln dort auch die verschiedenen Prinzenpaare ein, treffen sich zum Empfang mit der Bürgermeisterin und erfreuen die Schaulustigen abhängig vom Wetter auch noch mit einem gemeinsamen Tanz. Zudem überreicht die Bürgermeisterin auf der großen Bühne den Stadtschlüssel an die Karnevalsgesellschaft.

„Wenn wir jetzt besseres Wetter haben, wird das Ganze dann einfach gigantisch.“

Erich Lichtl, Präsident der Narragonia

Lichtl weist bereits im Vorfeld darauf hin, dass es am 4. Februar im gesamten Innenstadtbereich aufgrund des Gaudiwurms zu Behinderungen kommen kann. „Die Narragonia Regensburg bittet die Anwohner und Besucher um Verständnis und entschuldigt sich schon jetzt für die Unannehmlichkeiten.“

Im Idealfall lässt sich niemand von den Einschränkungen die Laune vermiesen und feiert einfach gemeinsam mit dem Zug die Narrenzeit. „Die Gruppen, die kommen, bringen gute Stimmung mit“, ist Lichtl überzeugt. „Die Leute können sich einfach mitreißen lassen und ausgelassen sein.“ Gerade als Ostbayerischer Faschingszug sei der Regensburger Gaudiwurm heuer ein besonders Highlight im Karnevalskalender. „Und dann kommt in Regensburg noch das besonders schöne Flair in der Altstadt dazu“, freut sich der Narragonia-Präsident.

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