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Jubiläum

Ein Löschfahrzeug zum Geburtstag

Die Feuerwehr Oberisling feierte 145-Jähriges. Bis aus Thüringen kamen die Gäste.

Pfarrer Stefan Haimerl segnete das neue Fahrzeug. Foto: Bernhard Gietl
Pfarrer Stefan Haimerl segnete das neue Fahrzeug. Foto: Bernhard Gietl

Regensburg.Am Kirchweihsonntag feierte die Freiwillige Feuerwehr Oberisling ihr 145-jähriges Bestehen. Das ist freilich ein recht eckiger Geburtstag, aber man kombinierte damit die Segnung des neuen Löschgruppenfahrzeuges LF 10, das demnächst offiziell mit anderen in Regensburg übergeben wird.

Dreißig Jahre nutzten und pflegten die Floriansjünger ihr altes LF 8, das allerdings, da ohne Wassertank, nicht mehr zeitgemäß war. Vor fünf Jahren erhielten sie deshalb ein LF 8/6 – übergangsweise, denn ein modernes LF 10 war für später versprochen. Jetzt ist das neue Löschfahrzeug da. Vorstand Florian Attenhauser und Kommandant Gerhard Stutika organisierten mit zahlreichen Kameraden ein zünftiges Fest, das auch von vielen Bewohnern des Stadtteils angenommen wurde. Zum Gottesdienst in St. Benedikt kamen neben der FFW Neudorf auch Abordnungen der beiden Schützenvereine Grüne Au und Buchenau. Anschließend zogen alle zu den Klängen der Hanslberger Musikanten zum Gerätehaus, wo das mit einer Girlande geschmückte Fahrzeug von Pfarrer Stefan Haimerl gesegnet wurde.

Die Gäste mit der längsten Anreise waren die Feuerwehrkameraden aus Heberndorf in Thüringen. Diese hatten vor fünf Jahren das gut erhaltene Löschfahrzeug aus Oberisling übernommen. Seitdem gibt es gegenseitige Besuche. Ein schönes Beispiel, so Florian Attenhauser, wie Technik Menschen zusammenführen kann. „Wehrführer“ Erhard Dittmar, wie der Kommandant dort heißt, übergab die Miniaturausführung eines ELO, eines Löschfahrzeugs in Thüringen zu DDR-Zeiten, dazu einen Beutel mit „Thüringer Hausmannskost“, der gleich in den Kühlschrank musste. Die Veranstaltung war wieder ein Familienfest, denn nicht nur die Angehörigen der Männer und Frauen der Wehr waren gekommen, sondern auch viele Familien mit Kindern, die alle ins neue Feuerwehrauto wollten. Das älteste Mitglied der Kameraden, Leonhard Gietl, ließ es sich nicht nehmen, aus Nürnberg anzureisen. Er interessierte sich mit seinen 96 Jahren brennend über die Ausbildung, die neue Ausrüstung und manches technische Detail. Sein Fazit: „Eine tolle Sache, die die Feuerwehr da organisiert!“ Sein abschließender Appell an die Ortsvereine in Oberisling: „Macht so weiter, lasst euch das nicht nehmen!“

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