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Fällungen

Ein Sommer ohne Bäume am Bismarckplatz

Alle Bäume am beliebten Regensburger Platz werden im Februar 2019 gefällt. Erst ab Herbst werden dort neue Bäume gepflanzt.

Regensburg.Jedes Jahr im Winter fallen Bäume in der Stadt – nun auch am Bismarckplatz, heißt es in einer Veröffentlichung der Stadt Regensburg. In diesem Winter muss das Gartenamt insgesamt rund 220 Bäume entfernen, weil diese krank oder morsch seien. Für jeden Baum, der fallen muss, werde jedoch neues Grün gepflanzt. Bäume mit einem Stammumfang von mehr als 100 Zentimetern sind in Regensburg besonders geschützt. Ihre Fällung muss beim städtischen Umweltamt beantragt werden.

Der Bismarckplatz soll natürlich neue Bäume bekommen – und zwar keine kleinen. Außerdem werden die Sitzgelegenheiten aus Holz sowie die Holzsitze im Bereich der Treppen, die teilweise schon angemorscht sind, ebenfalls ausgetauscht. Ansonsten werde der Platz aber sein Gesicht nicht verändern. Im Sommer soll es aber keine Baustelle dor geben, die Freiluftveranstaltungen können wie bisher auch stattfinden.

Im Herbst beginnt die Sanierung der Pflanztröge

Die Bäume am Bismarckplatz sind krank und werden deshalb noch im Februar gefällt. Foto: Bilddokumentation Stadt Regensburg
Die Bäume am Bismarckplatz sind krank und werden deshalb noch im Februar gefällt. Foto: Bilddokumentation Stadt Regensburg

Der Grund für die massive Fällung am Bismarckplatz: Baumkrankheiten wie das Eschen- und Lindentriebsterben. „Wir wollen wegen der Vogelbrutzeit noch im Februar die Linden fällen. Danach werden die Pflanztröge saniert. Weil das eine Weile dauern kann und wir nicht in die Sommersaison mit ihren schönen Festen am Bismarckplatz geraten wollen, beginnen wir damit erst im Herbst. So stören wir möglichst wenig. Für den Sommer werden wir die bestehenden Pflanzbeete mit Blumen und Sträuchern verschönern – so gut es eben geht. Nächsten Sommer stehen dann neue Bäume und neue Sitzgelegenheiten“, sagt Michael Lehmann vom Gartenamt der Stadt Regensburg. Die Sanierung der Pflanztröge einschließlich der neuen Bepflanzung sowie die Ausstattung mit neuen Sitzgelegenheiten und Abfallbehältern sollen bereits im Frühjahr 2020 abgeschlossen sein.

Man werde die Pflanztröge, in die die Bäume gepflanzt sind, grundlegend sanieren. Sie stammen aus den 1980er-Jahren und die Entwässerung funktioniere nicht mehr richtig. Deshalb müssen sie saniert, mit einer Bewässerungsanlage ausgestattet und nach dem Austausch der Erde neu mit Bäumen bepflanzt werden. Die neuen Bäume von einer resistenteren Art sollen bereits etwa drei Meter hoch sein, damit der Platz nach dem Baumwechsel attraktiv bleibe.

Neue Sitzmöbel werden am Bismarckplatz aufgestellt

„Zusätzlich werden alle Bänke und Sitzgelegenheiten gegen neues Mobiliar ausgetauscht, so dass man am Platz wieder gut und bequem sitzen kann“, so Lehmann

Von den Bäumen, die das Gartenamt in diesem Winter fällen müsse, seien 155 in einem so schlechten Zustand, dass die Standsicherheit nicht mehr gegeben ist. Die meisten haben Krankheiten, häufig seien sie von holzzerstörenden Pilzen wie zum Beispiel dem Brandkrustenpilz oder dem Hallimasch befallen. Die Bäume werden dann morsch und stellen eine Gefahr für Menschen dar, weil große Äste abbrechen können oder sie im schlimmsten Fall schlicht umfallen würden.

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