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Kultur

Eine Million Euro Zuschuss für Synagoge

Die Regensburger Abgeordnete Radler hatte sich für die Förderung stark gemacht. Das Kostendefizit soll so aufgefangen werden.

Das Kostendefizit für die Synagoge soll laut Landtagsabgeordneter Radler nicht allein von der jüdischen Gemeinde getragen werden. Foto: Marcus Ebener
Das Kostendefizit für die Synagoge soll laut Landtagsabgeordneter Radler nicht allein von der jüdischen Gemeinde getragen werden. Foto: Marcus Ebener

Regensburg.Im Zuge der Beratungen für den bayerischen Doppelhaushalt 2019/2020 konnte die Landtagsfraktion der Freien Wähler auf Initiative der Regensburger Abgeordneten Kerstin Radler einen weiteren Zuschuss um eine Million Euro für den Neubau der Regensburger Synagoge erreichen.

Wie die Freien Wähler in einer Pressemitteilung schreiben, wird damit ein Teil des Kostendefizits von 1,57 Millionen Euro aufgefangen, so dass dieses nicht allein zu Lasten der Jüdischen Gemeinde geht. Dadurch solle ebenso das Engagement des Fördervereins Neue Regensburger Synagoge e.V. gewürdigt werden.

„Diese finanzielle Unterstützung ist das Mindeste, was wir angesichts der jahrhundertelangen leidvollen Geschichte, vor allem während der dunklen Jahre des Nationalsozialismus, für die Regensburger Jüdischen Gemeinde tun können“, so Kerstin Radler anlässlich eines Informationsgesprächs in der neuen Synagoge mit der Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde, Ilse Danziger, und der Sozialberaterin der Gemeinde, Dorina Kuzenko. Kuzenko hatte Danziger während der Bauphase unterstützt.

Radler: Förderung der jüdischen Gemeinde ist Herzensangelegenheit

„Dieses Thema bewegt mich. Es ist mir eine Herzensangelegenheit und ich freue mich sehr, diese gute Botschaft persönlich überbringen zu können“, so Radler, die auch kulturpolitische Sprecherin ihrer Fraktion im Landtag ist. Es sei wichtig, zu zeigen, dass das Judentum immer integraler Bestandteil der europäischen und deutschen Identität war und ist. Daher gelte es, Antisemitismus, Vorurteilen und Hetze vorzubeugen und Freundschaft zu leben.

Im persönlichen Gespräch versicherte Radler, dass sich die Freien Wähler im Bayerischen Landtag entschieden an die Seite der Jüdinnen und Juden in Bayern und Deutschland stellen. „Wir erklären nachdrücklich unsere Freundschaft und Solidarität“, so die Regensburger Landtagsabgeordnete.

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