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Forschung

Eine Nacht, die Wissen schafft

Ob E-Mobil oder gedruckte Drei-D-Statue – am Freitag schnupperten 10 000 Menschen in die Regensburger Forschungslandschaft.
Von Heike Haala, MZ

Rund 10.000 Interessierte vesrchafften sich bei der Nacht. Schafft. Wissen. in Regensburg einen Überblick über die Forschungslandschaft.

Regensburg.10 000 Gäste erkundeten am Freitagabend die dritte „Nacht.schafft.Wissen“ in den Regensburger Innovationszentren. Die Forschungsgebiete der Universität und der OTH standen ihnen dabei genauso offen wie die Labore und Produktionsstätten der beteiligten Unternehmen. Die Gäste konnten sich ihre persönlichen Highlights aus einem 60 Seiten starken Programmheft herauspicken und die Forschungslandschaft der Stadt auch mit Hilfe der vier Wissenschaftslinien erkunden.

Auftakt für die „Nacht.schafft.Wissen“ war die Eröffnungsveranstaltung im H25 des Vielberth-Gebäudes, Universitätsstraße. Prof. Udo Hebel, der Rektor der Universität Regensburg, sagte zu Beginn des Abends, dass es nicht alltäglich sei, dass das Wissen einer Stadt derart erfahrbar ist, wie an diesem Abend. Oberbürgermeister Joachim Wolbergs verdeutlichte während seines Grußwortes den Schub, den Regensburg durch die Wissenschaft bekäme. Drei Prozent Arbeitslosigkeit oder ein Gewerbesteuer-Aufkommen von 200 Millionen Euro im Jahr sind für ihn zwei Zahlen, die dies verdeutlichen. Er sieht in der Verzahnung der OTH und der Universität mit den Unternehmen keine Selbstverständlichkeit, sondern einen Segen. Durch diese Kooperationen ist Regensburg breit aufgestellt, was seinen Wohlstand zur Folge hätte.

Außenskelette und Antike

Prof. Stephan Bierling vom Lehrstuhl für Internationale Politik startete mit einem Plädoyer für eine Stärkung der deutschen Außenpolitik in die Wissensnacht. Ab diesem Zeitpunkt füllte sich der Campus mit Besuchern. Viele von ihnen kamen überpünktlich, um auch einen Platz für die Vorträge oder Präsentationen zu bekommen, die sie sich ausgesucht hatten. An der OTH konnten sie sich die Wartezeit dabei an einem der Stände verkürzen, an denen sich die einzelnen Fächer präsentierten. Hier gab es beispielsweise einen Anzug, der die menschliche Muskelkraft verstärkt. Bei der historischen Bauforschung standen antike Kunstwerke aus Sizilien – als Plastikausdruck aus dem Drei-D-Drucker. Das Highlight für die Gäste im BMW-Werk war das neue E-Mobil, bei Continental konnten sie einen elektronischen Fahrradantrieb testen, der per Touchscreen zu bedienen ist.

Aktion „Nacht.schafft.Wissen“ in Regensburg

Gabriele Pinkert vom Stadtmarketing Regensburg, dem Veranstalter der „Nacht.schafft.Wissen“, zog vor Redaktionsschluss positive Bilanz: Mit den 10 000 Gästen war diese Ausgabe der „Nacht.schafft.Wissen“ ebenso gut besucht wie die vor zwei Jahren. „Die Leute sind happy und begeistert“, sagte Pinkert.

Veranstaltungen ausgebucht

Viele Veranstaltungen waren überbucht und die Organisatoren hätten ihr Bestes gegeben, um die Nachfrage zu bedienen. „Manchmal geht das aber aus Sicherheitsgründen nicht anders“, sagte Pinkert. Einige der Besucher, die sich spontan für einen Bummel durch die Regensburger Forschungslandschaft entschieden hatten, empfanden es aber als einen Wermutstropfen, dass es Veranstaltungen mit Anmeldepflicht oder Teilnahmebeschränkung gab. „Da schrumpft das Programm“, sagte eine Besucherin.

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