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Eine vertane Chance

Ein Kommentar von Andreas Maciejewski

Es klingt fast ein wenig romantisch-nostalgisch. Der Flair der 50er-, 60er-Jahre weht durch die Luft, wenn man von Autokinos redet. Diese erleben durch die Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie vielerorts ein unerwartetes Comeback – nur nicht in Regensburg. Die Stadt hat sich bisher nicht dazu durchringen können, möglichen Anbietern zu- oder zumindest abzusagen. Schade! Denn damit wird den Regensburgern schlichtweg eine Chance genommen.

Kneipen und Clubs haben immer noch zu. Konzerte gibt es höchstens in Livestreams zu sehen. Zwar dürfen bald Theater und Kinos wieder öffnen, allerdings nur unter strengen Auflagen mit Abstandsregeln und Mundschutz. Ansonsten fällt eine Veranstaltung nach der anderen aus. Das öffentliche Leben liegt quasi brach.

Da hätte es gut getan, wenn die Regensburger in diesem Sommer zumindest einen kleinen Lichtblick gehabt hätten. Eine Regensburger Agentur hätte eine Autobühne geplant gehabt. Nicht nur Kino, sondern auch Konzerte oder Theaterstücke sollten dort angeboten werden. Ein Angebot mit Kunstschaffenden aus der Region für die Region. Das Konzept liegt der Stadt seit Wochen vor. Doch die Antwort lässt auf sich warten. Der Verzögerung nach zu urteilen, scheint die Stadt nicht in der Lage, damit die regionale Kultur unterstützen zu können.

Nun muss sie sich Vorwürfe gefallen lassen. Andere Städte hätten längst ein Autokino, heißt es. In der Oberpfalz gibt es zum Beispiel eines in Wackersdorf. Selbst in der Nähe, in Neutraubling, findet bald auf einem Parkplatz eine Mallorca-Party mit 240 Autos statt. Warum schafft es Regensburg nicht, zumindest die Zusage für ein Autokino zu geben? Offenbar traut sich bei der Stadt niemand, eine Entscheidung zu treffen.

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