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Konzept

Energiewende: Stadt entwickelt Leitbild

Regensburger Bürger, die Wirtschaft und Experten sollen gemeinsam mit der Verwaltung klimapolitische Ziele definieren.
Von Daniel Steffen, MZ

Die Stadt erarbeitet sich ein Klima-Leitbild, bei dem auch die Elektromobilität eine wichtige Rolle spielt.
Die Stadt erarbeitet sich ein Klima-Leitbild, bei dem auch die Elektromobilität eine wichtige Rolle spielt. Foto: dpa

Regensburg.„Wir wollen unsere Lebensverhältnisse weiterhin beibehalten und haben den Auftrag, das Klima zu retten.“ Bürgermeister Jürgen Huber machte deutlich, worin es bei der Energiewende und dem Klimaschutz in der Stadt geht. In seinen Augen gehe es darum, Ressourcen klug einzusparen – und eben nicht auf alles zu verzichten. Wichtig sei, die Bürger bei dem Thema mitzunehmen, sich von ihnen anregen zu lassen und aktiv die Kommunikation zu suchen.

Mit der Zielsetzung, sich ein Leitbild für Energie und Klima zu geben, trat die Stadt im Thon-Dittmer-Palais vor rund 150 Zuhörern ein erstes Mal an die Öffentlichkeit heran. Im Lauf des Jahres soll das Leitbild konkret definiert und abschließend im Stadtrat behandelt werden.

Erste Schritte wurden getätigt

Die ersten Schritte sind laut Stadtspitze bereits getätigt. So „arbeitet sie gerade ihren Energienutzungsplan ab“ und hat bei diversen Projekten Impulse des Klimaschutzes setzen können. Als Beispiel nannte der Bürgermeister den Neubau der Grundschule Prüfening als Niedrigenergiehaus sowie die Sing- und Musikschule mit einer Wärmegewinnung aus Kanalabwasser.

Umweltamt-Leiter Rudolf Gruber betonte, dass es darauf ankomme, die Energiewende auf die Kommunen herunterzubrechen. Den Energienutzungsplan realisiert die Stadt unter anderem mit der Energieagentur sowie der Rewag als lokalen Dienstleister.

Im Rahmen der Umsetzung jenes Energienutzungsplans von 2014 sieht die Stadt vor, ein Leitbild auf mehreren Themenfeldern zu entwickeln. Diese sind: Stromerzeugung und Energieeffizienz, Wärmeerzeugung und Gebäudeeffizienz sowie Mobilität und Stadtentwicklung.

Bei der Mobilität beispielsweise steht im Vordergrund, vom Individualverkehr auf den ÖPNV umzusteigen und die Elektromobilität weiter anzukurbeln.

In jenen „Werkstätten zum Energie- und Klimaleitbild“ sollen sich die Vertreter der Wirtschaft, aus Vereinen und Verbänden sowie Privatleute, Schüler und Studenten zusammensetzen, um gemeinsam an einem Leitbildentwurf zu arbeiten.

Viele Köpfe, viele Ideen

Ziel der Werkstätten ist, im Konsens energie- und klimapolitische Ziele zu formulieren und diese in eine langfristige Strategie einzubinden. Die Werkstätten sollen – nach Abschluss der Anmeldephase – im April beginnen. Am Montag konnten sich die ersten Interessenten dafür anmelden.

Durch die Einladung verschiedener Gruppen erhofft sich die Stadt „eine große Bandbreite an Anregungen“. Interessenten haben die Gelegenheit, sich online für die Werkstätten anzumelden. Das ist – unter Wunschangabe der Themen – auf der Webseite www.regensburg-effizient.de möglich. In der Spalte „Leitbild Energie und Klima“ steht ein entsprechendes Anmeldeformular bereit, das entweder per Post oder via Mail dem Umweltamt der Stadt Regensburg (Minoritenweg 8) zugesandt werden kann. Dort liegen alternativ auch Anmelde-Flyer aus.

Abgerundet wurde die Auftaktveranstaltung durch einen Vortrag der Klimaexpertin Professor Dr. Karen Pittel. Die Leiterin des ifo-Zentrums für Energie, Klima und erschöpfbare Ressourcen ist Mitglied des Bayerischen Klimarats und referierte zum Thema: „Klimawandel und Energiewende – Herausforderung und Chancen“. Durch die Veranstaltung führte TVA-Moderator Martin Lindner.

Stadt holt Bürger mit ins Boot

  • Ziel:

    Oberstes Ziel des städtischen Energienutzungsplans ist „die energetische Entwicklung und Ausrichtung zu einem führenden Standort hinsichtlich Effizienz und Innovation im Umgang mit Energie“.

  • Leitbild:

    Zur Orientierung dient das Leitbild Energie und Klima, das die Stadt gemeinsam mit Bürgern, Vertretern aus Wirtschaft, Verbänden und Vereinen, der OTH und der Universität entwickeln will.

  • Partner:

    Am Projekt beteiligt sind auch die Rewag als kommunaler Energiedienstleister und die Energieagentur Regensburg.

  • Internet:

    Mehr Infos bietet die Initiativen-Webseite www.regensburg-effizient.de . (mds)

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