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Notfall

Erneut Brand in Regensburger Altstadt

Eine Dachgeschosswohnung in einem Haus im Fischgässel stand in Vollbrand. 58 Einsatzkräfte löschten die Flammen.
Von Simone Grebler

Aus einem Haus im Fischgässel in Regensburg schlugen am Samstag die Flammen. Die Feuerwehr ist vor Ort.

Regensburg.Den Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr und auch vielen ehrenamtlichen Feuerwehrleuten ist aktuell kaum eine Ruhepause vergönnt. Nach dem langwierigen Großeinsatz in der Altstadt in der Nacht von Donnerstag auf Freitag, einem Feldbrand bei Burgweinting am Freitagabend und vielen kleineren Einsätzen dazwischen, musste die Feuerwehr am Samstagmittag schon wieder ausrücken. Erneut brannte es in der Altstadt. Aus dem obersten Stock eines Hauses am Fischgässel, direkt bei der Don-Juan-Statue, quoll kurz vor 13 Uhr dichter Rauch.

Der Löschzug der Berufsfeuerwehr alarmierte umgehend die Einsatzkräfte des Löschzuges Altstadt und Weichs sowie die zweite Drehleiter an die Einsatzstelle. Zwei Trupps unter Atemschutz machten sich über das Treppenhaus auf dem Weg in das vierte Stockwerk zum Brandherd. Von außen bekämpften die Einsatzkräfte die Flammen von zwei Seiten mit den beiden Drehleitern. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Sämtliche Bewohner des Hauses konnten sich ins Freie retten. Die Bewohner der betroffenen Wohnung waren zu diesem Zeitpunkt nicht zu Hause. Die Brandursache ist derzeit noch unklar.

Von zwei Seiten löschten die Einsatzkräfte die Flammen. Viele Passanten verfolgten den Einsatz. Foto: Wagner
Von zwei Seiten löschten die Einsatzkräfte die Flammen. Viele Passanten verfolgten den Einsatz. Foto: Wagner

Zahlreiche Passanten verfolgten den Einsatz mitten in der belebten Altstadt. Bei schweißtreibenden Temperaturen konnten die Feuerwehrmänner und -frauen verhindern, dass die Flammen auf den Dachstuhl oder andere Wohnungen überschlugen. Nach etwa einer Stunde war der Brand unter Kontrolle. Wie bei dem Brand in der Steinergasse am Donnerstag, hat auch dieses Haus ein Blechdach. Gerüchte, wonach es aufgrund der Hitzeentwicklung unter dem Dach zum Brand kam, ließen sich bislang nicht bestätigen. Das Feuer sei wohl in einem Abstellraum ausgebrochen und habe dann auf die Wohnung übergegriffen.

Personal zur Wache alarmiert

Durch den massiven Einsatz von Löschwasser konnte der Brand auf die betroffene Wohnung begrenzt und ein Übergreifen auf den Dachstuhl verhindert werden. Nach etwa einer Stunde war der Brand unter Kontrolle und es konnte mit den Nach- und Ablöscharbeiten begonnen werden. Damit die Ausrückefähigkeit erhalten blieb, wurden zur Hauptwache der Löschzug Winzer zur Wachbesetzung sowie eine weitere Drehleiter, gestellt von der Freiwilligen Feuerwehr Lappersdorf, angefordert.

Das Gebäude wurde mit einem Hochdrucklüfter entraucht. Der Einsatz war nach drei Stunden beendet und das Gebäude wurde dem Hausbesitzer übergeben. Der Schaden liege wohl jenseits der 100 000 Euro, sagte Elmer Zimmermann, Einsatzleiter der Berufsfeuerwehr Regensburg.

An der Einsatzstelle waren neben den Löschzügen der Freiwilligen Feuerwehr Regensburg und der Berufsfeuerwehr mit 58 Mann auch die Einsatzkräfte der Rettungsorganisationen sowie der Polizei. Diese hat auch die Brandursachenermittlung aufgenommen.

Notfall

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„Dieser Einsatz reiht sich in die Liste von größeren Einsätzen und Großbränden ein, von denen die Stadt Regensburg derzeit betroffen ist“, schrieb Einsatzleiter Elmer Zimmermann in seinem Abschlussbericht. Auch am Freitag waren die Einsatzkräfte bei einem Brand eines Stoppelfeldes an der Bahnstrecke Regensburg - München bei Burgweinting gefordert. Dort brannte am Abend eine Fläche von rund einem Hektar mit starker Rauchentwicklung. Mit erheblichem Materialaufwand, wie sechs C-Rohren, einem Wasserwerfer und fünf Trupps unter Atemschutz, wurde der Brand rund 1,5 Stunden lang bekämpft. Hierbei war die Wasserförderung über eine längere Schlauchstrecke an den Randbereichen des Feldes, wegen des unwegsamen Geländes und der hohen Temperaturen die größte Herausforderung.

60 Feuerwehrler im Einsatz

Mit etwa 60 Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr Regensburg, Freiwilligen Feuerwehren aus Burgweinting und Obertraubling und der Werkfeuerwehr BMW konnte der Brand gegen
18 Uhr gelöscht werden.

Um in der Zwischenzeit für weitere Einsätze im Stadtgebiet gerüstet zu sein, besetzten die Wehren aus Sallern und Wutzlhofen die Hauptwache. Allerdings wurden die Feuerwehren nach bereits zwölf Einsätzen im Tagesverlauf, nun zwei Stunden von Alarmierungen verschont. Während des Einsatzes musste die Bahnstrecke im Bereich der Einsatzstelle für den Zugverkehr gesperrt werden.

Trotz der Vielzahl an Einsätzen in den vergangenen Tagen und einer hohen Belastung durch die Temperaturen für die Einsatzkräfte, sei es nicht zu Engpässen beim Personal sowie beim Material gekommen, wie Andreas Saurer von der Berufsfeuerwehr Regensburg sagte. Ein Einsatz beschäftige die Retter aber auch noch Tage danach, da die Schläuche, Atemschutzgeräte und weiteres Material wieder für die nächste Alarmierung in optimalen Zustand versetzt werden und verstaut werden müssen.

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