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Feuerwehreinsatz

Erneut Feuer am Kaulbachweg

Schon wieder brennt ein Vereinsheim im Regensburger Süden. Anwohner und Mitglieder fragen sich: Geht ein Feuerteufel um?
Von Kathrin Robinson und Bettina Mehltretter

Am Gelände der SG Post Süd am Kaulbachweg kam es am Sonntagmorgen zu einem Feuerwehreinsatz. Foto: Robinson
Am Gelände der SG Post Süd am Kaulbachweg kam es am Sonntagmorgen zu einem Feuerwehreinsatz. Foto: Robinson

Regensburg.Wieder hat es am Regensburger Kaulbachweg gebrannt: Im Vereinsheim der Tennisabteilung der SG Post/Süd hat es am Sonntagmorgen einen Schwelbrand gegeben. Eine Passantin war gegen 9.30 Uhr auf den Brand an der Holzfassade des Gebäudes aufmerksam geworden. Sie hatte noch versucht, das Feuer mit einem Gartenschlauch zu löschen – jedoch ohne Erfolg. Daraufhin alarmierte sie Feuerwehr und Polizei.

Aufgrund des Meldebildes „Brand einer größeren Halle“ eilten neben der Berufsfeuerwehr auch die Freiwillige Feuerwehr Grass, der Löschzug Altstadt sowie der Löschzug Winzer zum Brandort. Die Einsatzkräfte der zuerst eingetroffenen Freiwilligen Feuerwehr konnten den Schwelbrand schnell unter Kontrolle bringen. Zum Zeitpunkt des Brandes befanden sich glücklicherweise keine Personen in dem Gebäude. Da auf der Wärmebildkamera mehrere heiße Stellen an der Fassade zu erkennen waren, musste diese geöffnet werden, um Glutnester abzulöschen.

Durch das Feuer wurden die Außenfassade des komplett in Holzbauweise errichteten Gebäudes und Teile der Einrichtung beschädigt. Die Polizei schätzte den entstandenen Schaden am Sonntag auf rund 10 000 Euro. Unter den Anwohnern und Vereinsmitgliedern geht nun die Angst vor einem Feuerteufel um. Denn der aktuelle Brand ist nicht der erste in der jüngsten Vergangenheit am Kaulbachweg.

Mehr Bilder vom Einsatzort zeigt unsere Galerie:

Erneut Feuer am Kaulbachweg

Vierter Einsatz in drei Monaten

Drei Mal hatte es dort in den vergangenen zwei Monaten gebrannt: Im August stand zweimal kurz hintereinander die Gaststätte der Kleingärtnerkolonie „Land in Sonne“ an der Augsburger Straße in Flammen und zuletzt war am 15. September ebenfalls das Gelände der SG Post/Süd betroffen. Gegen 23.30 Uhr war damals einer Frau Feuerschein auf dem Sportgelände des Vereins aufgefallen. Als die Feuerwehrleute eintrafen, stand ein etwa 30 Meter großer Schuppen in Vollbrand. Der Schuppen brannte komplett nieder. Peter Gritsch, Präsident der SG Post Süd, war damals sichtlich betroffen. „Wir haben das Gebäude erst 2015 eingeweiht. Jetzt ist alles verbrannt“, sagte er. Der Schuppen hatte den Volleyballern und Handballern aus Aufenthaltsraum gedient. Auch Vereinsausstattung war dort eingelagert worden, und war ein Raub der Flammen geworden. Der Sachschaden betrug laut Feuerwehr damals etwa 20 000 Euro.

Bilder des völlig zerstörten Vereinsgebäudes der Handballer und Volleyballer sehen Sie hier:

Regensburg: Nach Brand - Fotos

Brandfahnder ermitteln

Der aufmerksamen Zeugin haben es die Mitglieder der Tennisabteilung wohl zu verdanken, dass der Schaden bei dem jüngsten Brand nicht noch größer ausgefallen ist. Dennoch zeigten sich viele am Sonntagmorgen auf dem Vereinsgelände bestürzt. Seit Ende der 80er-Jahre gebe es das Vereinsheim, erzählte Robert Wingerter, Leiter der Tennisabteilung, der am Sonntagmorgen gleich zum Brandort geeilt war.

Die Höhe des Sachschadens am Vereinsheim der Tennisabteilung ist noch unklar. Foto: Robinson
Die Höhe des Sachschadens am Vereinsheim der Tennisabteilung ist noch unklar. Foto: Robinson

„Der Brand ist sicher von außen gelegt worden“, meinte er. Die Feuerwehr spreche zwar von einem leichten Schwelbrand. „Aber ein Teil der Mauern muss bestimmt neu gemacht werden. Sie sind schwarz und innen stinkt es furchtbar.“ Die Mitglieder rätseln, ob zwischen den Bränden am Kaulbachweg ein Zusammenhang besteht. Es liege schon nahe. „Aber natürlich, das ist Spekulation“, sagte Wingerter am Sonntag. „Ich versteh das nicht – am helllichten Tag!“, zeigte sich eine andere Passantin betroffen.

Die Polizei konnte am Sonntag noch keine nähere Auskunft zur Brandursache machen. Brandstiftung ist nicht ausgeschlossen. Am Montag sollen Brandfahnder das Vereinsheim in Augenschein nehmen. „Es ist schon auffällig, dass es da in letzter Zeit öfter gebrannt hat“, sagte Josef Obermeier von der Einsatzzentrale der Polizei der MZ. „Die Kripo hat die Ermittlungen übernommen und muss nun klären, ob es da einen Zusammenhang gibt.“

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