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Fahndung

Erneut Flucht aus afghanischem Konsulat

Die Flucht eines in Regensburg straffällig gewordenen Mannes ist nicht beendet. Jetzt floh ein zweiter Straftäter.
Von Christian Eckl

Vor den Regensburger Arcaden wurden im Februar 2019 Passanten willkürlich verprügelt.
Vor den Regensburger Arcaden wurden im Februar 2019 Passanten willkürlich verprügelt.

München.Es ist eine schicke Villa im Münchner Stadtteil Grünwald: Das afghanische Konsulat steht dort, das offenbar zum Sicherheitsproblem wird. Denn innerhalb kurzer Zeit ist dort der zweite Straftäter geflohen – durch das Klofenster. Es handelt sich bereits um die zweite Flucht eines Straftäters innerhalb von 14 Tagen.

Am 24. Juli war nämlich der mutmaßlich 19-jährige Muschtaba H. aus dem Generalkonsulat in Grünwald getürmt. H. saß seit Anfang Februar 2019 in Untersuchungshaft. Damals wurde er festgenommen, weil er zusammen mit einem Komplizen mehrere Körperverletzungen im Umfeld der Regensburg-Arcaden begangen haben soll. Die Opfer suchten sich die Täter willkürlich aus, hieß es damals von Seiten der Polizei. Nach Angaben der Behörden wurde H. am 1. Januar 2000 in Afghanistan geboren. Die Polizei sucht mit einem Fahndungsbild nach dem entkommenen U-Häftling. Er war offenbar in einer Justizvollzugsanstalt in Mittelfranken untergebracht, wurde von Justizbeamten in das Generalkonsulat in Grünwald gebracht. Dort sollten ihm die afghanischen Behörden offenbar Papiere ausstellen. Doch H. gab an, auf die Toilette zu müssen. Die JVA-Beamten öffneten daraufhin seine Handschellen. H. gelang die Flucht durch das Toiletten-Fenster. Seither wird nach ihm gefahndet.

Regensburg

Polizei sucht entflohenen Gefangenen

Anfang des Jahres zog er prügelnd durchs Regensburger Bahnhofsumfeld. Nun ist der Häftling beim Ausgang entwischt.

Ähnliches gelang offenbar nun auch einem 20-jährigen Häftling. Am Mittwoch, 7. August, war der Mann zusammen mit einem weiteren Häftling aus einem Gefängnis in Baden-Württemberg nach München ins Generalkonsulat gebracht worden. Dort gab der 20-Jährige ebenfalls an, auf die Toilette zu müssen. Die JVA-Beamten nahmen ihm, wie zuvor H., die Handschellen ab. Aus der Toilette gelang ihm offenbar über das Fenster der Sprung in die Freiheit. Doch anders als H. wurde der 20-Jährige schnell wieder gefasst: Offenbar erkannte ihn der Fahrer einer Straßenbahn und alarmierte die Polizei, die ihn kurz nach seiner Flucht wieder festnahm.

Update: Die Fandung nach H. ist beendet.

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