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Frikadellen-Rückruf

Erneut Listerien-Alarm in Regensburg

Die Stadt Regensburg wurde darüber informiert, dass möglicherweise mit Listerien belastete Fleischwaren geliefert wurden.
Von Dr. Christian Eckl

Fertig-Frikadellen einer Firma aus dem Kreis Vechta sind auch in Regensburg aufgetaucht. Sie stehen unter Listerien-Verdacht.  Foto: dpa
Fertig-Frikadellen einer Firma aus dem Kreis Vechta sind auch in Regensburg aufgetaucht. Sie stehen unter Listerien-Verdacht. Foto: dpa

Regensburg.Erneut sind möglicherweise mit Listerien belastete Fleischprodukte in Regensburg aufgetaucht. Am späten Montagnachmittag informierte die Regierung der Oberpfalz das für die Lebensmittel-Überwachung zuständige Umweltamt der Stadt, dass auch Produkte der im Landkreis Vechta ansässigen Firma Fleisch-Krone Feinkost GmbH nach Regensburg geliefert wurden. Anfang Oktober wurde bekannt, dass bundesweit drei Menschen nach dem Verzehr von Produkten der Hessischen Firma Wilke-Wurst gestorben sind, mehrere Erkrankungen sind dokumentiert. Die Stadt Regensburg bestätigte gegenüber der Mittelbayerischen im Fall Wilke, dass insgesamt 130 Betriebe – neben Supermärkten auch Gastronomie-Betriebe – Waren der inzwischen geschlossenen Firma vertrieben hatten, im Landkreis Regensburg waren es nochmals 90.

Auch im Fall der Frikadellen der Firma Fleisch-Krone ist Regensburg betroffen. Stadtsprecherin Juliane von Roenne-Styra sagte auf Anfrage der Mittelbayerischen: „Die Regierung wurde vom Landesamt für Lebensmittelsicherheit über die Lieferkette informiert. Daraufhin hat sich die Regierung mit der Stadt in Verbindung gesetzt.“ Betroffen waren von der Rückrufaktion unter anderem diverse Lebensmittelmärkte einer Kette in Regensburg. Zudem sei ein einzelner Supermarkt im Regensburger Stadtosten betroffen sowie ein Gastronomie-Großhandel, der sich ebenfalls im Regensburger Stadtosten befindet.

Risiko

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Auch in die Gastronomie in Stadt und Landkreis ist die mit lebensgefährlichen Krankheitserregern belastete Ware gelangt.

„Unsere Lebensmittelkontrolleure sind sofort los gefahren und haben vor Ort in den betroffenen Betrieben nachgesehen, ob noch Produkte der vom Rückruf betroffenen Fleischwaren in den Kühlanlagen vorhanden waren“, sagte von Roenne-Styra zur Mittelbayerischen. Derzeit gibt es bei der Stadt sieben Lebensmittelkontrolleure, die im Falle eines Rückrufs überwachen müssen, ob die Lebensmittelbetriebe ihrer Informationspflicht gegenüber den Verbrauchern nachkommen. Die Stadt habe die Liste erhalten, die Lebensmittelkontrolleure wären dann vor Ort gewesen und hätten neben den Kühlfächern auch überprüft, ob Aushänge angebracht wurden, die Verbraucher warnen sollen. Denn die betroffenen Fleischbällchen sind mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum bis zum 5. sowie bis zum 20. November versehen. Beide Chargen dürfen nicht mehr verzehrt werden. Verkauft werden die Fleischprodukte unter der Bezeichnung „Gut Bartenhof“ und „Ja!“.

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Listerien sind Bakterien, die Durchfall, Fieber und sogar Blutvergiftungen auslösen können. Völlig unterschiedlich ist die Zeitspanne, in der sich Symptome zeigen: So können diese wenige Stunden nach dem Verzehr kontaminierter Produkte auftreten, aber auch bis zu zwei Wochen danach. Anders als bei den Wilke-Produkten sind nicht alle Chargen betroffen, sondern nur jene mit dem angegebenen Mindesthaltbarkeitsdatum. (ce)

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