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Immobilien

Experte: Bei Mieten noch Luft nach oben

190 Wohnungen im neuen Dörnberg-Quartier in Regensburg gehen an Union Investments. 80 Millionen Euro kostete die Investition.
Von Bernhard Fleischmann

Ein solcher Verkauf eines Teilabschnitts sei üblich, meint ein Experte. Foto: Gruber
Ein solcher Verkauf eines Teilabschnitts sei üblich, meint ein Experte. Foto: Gruber

Regensburg.Die Dörnberg-Viertel Projekt GmbH & Co. KG hat 190 Wohnungen an die Deutsche Asset One verkauft. Nach Angaben von Hubert Haupt, der an dem Dörnberg-Gemeinschaftsunternehmen gemeinsam mit Bucher Properties zur Hälfte beteiligt ist, hat der Investor 78,5 Millionen Euro dafür bezahlt. Die Wohnungen gehören nach seinen Angaben zum zweiten Bauabschnitt, der zu 80 Prozent Mietwohnungen – insgesamt 400 – umfasst. Von diesen rund 400 Mietwohnungen, deren Bau im April diesen Jahres begonnen und Anfang 2020 beendet sein soll, ist nun fast die Hälfte veräußert. Weitere sollen folgen. Dörnberg Projekt werde wohl nur einen kleinen Teil behalten, sagte Haupt. Die Gesellschaft werde die Wohnungen schlüsselfertig bauen und sich um die Vermietung kümmern.

Attraktiver Investitionsstandort

Der Käufer Deutsche Asset One baut den Bestand für Immobilienfonds auf und managt sie. Das Berliner Unternehmen tut dies in diesem Fall für die beiden Wohnimmobilienfonds „Residental Value Germany“ und „Wohnen Deutschland Spezial“ von Union Investments. Union ist eine Fondsgesellschaft und gehört zur Genossenschaftlichen Finanzgruppe, zu der unter anderen auch Raiffeisen- und Volksbanken sowie die Bausparkasse Schwäbisch Hall zählen.

Regensburg biete beste Lebens- und Investitionsbedingungen, begründet Thilo von Stechow, Geschäftsführer der Deutschen Asset One, den Kauf. Er nennt die Niederlassungen mehrerer DAX-Konzerne, die historische Altstadt und die große Zahl (über 30 000) Studenten. Hinzu kämen positive Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung. Im Vermietungsmarkt sehe man noch Luft nach oben. Denn die Wohnungsmieten seien in den vergangenen zehn Jahren in Regensburg um ein Drittel langsamer gestiegen als im Durchschnitt der bayerischen Oberzentren. Haupt nennt den Erwerb durch einen institutionellen Investor ein gutes Zeichen für Regensburg. Profi-Investoren führten Regensburg nach München auf Platz zwei.

Der Immobilienspezialist Professor Tobias Just, Lehrstuhl für Immobilienwirtschaft am Irebs – Zentrum für Immobilienwirtschaft an der Uni Regensburg, sieht einen solchen Verkauf eines Teilabschnitts als üblichen Schritt. Der Projektentwickler – in diesem Fall der Dornberg-Viertel GmbH – verringere sein Risiko und beschaffe sich Kapital.

Quartier wird E-City

Zuletzt machte das derzeit größte Bauvorhaben der Stadt von sich Reden, als bekannt wurde, dass es Vorreiter in Sachen E-Mobilität werden möchte. Ab sofort kann jeder Tiefgaragenstellplatz im „Georgenhof“, dem ersten von drei Bauabschnitten, mit einer E-Ladestation ausgestattet werden. Mit einer Investitionssumme von über einer Million Euro sollen so mindestens 200 Ladestationen installiert werden. Zur Einordnung: Der Regensburger Energieversorger Rewag betreibt in seinem gesamten Einzugsgebiet aktuell nur etwas mehr als 50 E-Tankstellen.

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Das Dörnberg

  • Das Bauprojekt Dörnberg

    ist in drei Bauabschnitte gegliedert. Auf 25 Hektar sollen 1100 Wohneinheiten entstehen.

  • Der erste Abschnitt

    mit Georgenhof und Forum umfasst 300 Wohneinheiten in Teileigentum sowie ein Quartierszentrum mit ca. 20 000 Quadratmeter vermietbarer Fläche. Abschnitt zwei heißt Johanneshof und beinhaltet vor allem Mietwohnungen.

  • Der dritte Bereich

    Karolinenhof soll Mitte 2021 fertiggestellt sein.

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