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Extremläufer schafften die Sensation

Mane Seebauer und Tom Schröder liefen 106 Kilometer: Das ist so viel, wie alle Strecken vom Marathon-Wochenende zusammen.
Von Daniel Steffen

Sportliche Begleitung gab es beim individuellen Viertelmarathon für die Ultraläufer Mane Seebauer (vorne links) und Tom Schröder (rechts), die am Samstag insgesamt eine 110 Kilometer lange Strecke zurücklegten. Foto: Steffen
Sportliche Begleitung gab es beim individuellen Viertelmarathon für die Ultraläufer Mane Seebauer (vorne links) und Tom Schröder (rechts), die am Samstag insgesamt eine 110 Kilometer lange Strecke zurücklegten. Foto: Steffen

Regensburg.Wo ein Wille ist, ist ein Weg. Und manchmal auch ein ganz langer Weg. Exakt 106 Kilometer Laufstrecke haben sich die beiden Marathon-Cracks Mane Seebauer und Tom Schröder vorgenommen - und dieses Ziel sollten sie am Samstagnachmittag auch erreichen. Die Strecke, die fast so lang wie Autobahn-Verbindung von Regensburg nach Nürnberg, absolvierten die beiden mit höchster Disziplin und dennoch viel Freude. Vorsatz der Extremsportler war, alle Disziplinen des ausgefallenen Regensburg Marathon an einem Tag zu „packen“ - und schon zu mitternächtlicher Stunde machten sie sich vom Marathon-Startpunkt am Westbad auf den Weg.

20 Freunde spendeten Applaus

Natürlich sollten die beiden Unterstützung bekommen und mit einem tüchtigen Applaus von rund 20 Freunden begannen sie ihr abenteuerliches Unterfangen. Zunächst war die 42,2 Kilometer lange Marathon-Strecke an der Reihe, dann gingen die Regensburger Sportler beiden den 31,72 Kilometer langen Dreiviertel-Marathon an, ehe der 21,12 Kilometer lange Halbmarathon folgte. Zwischen den Läufen gönnten sie sich ein kleines Päuschen bei erfrischenden Getränken, ehe dann am frühen Nachmittag der mehr als zehn Kilometer lange Viertelmarathon an der Reihe war.

Den feierlichen Abschluss bildet wetterbedingt erst am Sonntag der vier Kilometer lange Trachtenlauf, so dass am Ende rund 110 Kilometer auf dem Laufkonto stehen werden.

Die Ruhe in der Nacht

„In der Nacht, da war‘s einfach super“, sagt Tom Schröder rückblickend. „Kein Verkehr, keine Abgase - und du hast deine Ruhe“, beschreibt er die ungewöhnlichen Laufmomente bei Dunkelheit. Besonders beeindruckend fand der Besenläufer des Regensburg Marathons und des Mittelbayerische Landkreislaufs aber auch die Augenblicke, in denen über über die Steinerne Brücke lief. „Herrlich. Jetzt haben wir zum ersten Mal die Brücke zu allen Tag- und Nachtzeiten passiert“, sagt er stolz.

Eine lustige Erinnerung hat er an einen Läufer-Beobachter am Arnulfsplatz: „Der hielt mich tatsächlich für einen Sensenmann. Das nächste Mal muss ich wohl mit der Sense laufen“, scherzt Tom Schröder - ein wenig verblüfft darüber, wie man die beiden Gerätschaften miteinander verwechseln kann.

Voller positiver Eindrücke

Mane Seebauer ist ebenfalls voller positiver Lauf-Eindrücke: „Die Stimmung war einfach toll und ungewöhnlich. Schon in der Nacht haben die Vögel zu pfeifen begonnen und man sieht eine Stadt, die man sonst nur vom Tag her kennt.“ Das Licht bei Sonnenaufgang beschreibt er als „magisch“ - und die Steinerne zu Brücke gleich fünfmal zu überqueren, das sei schon etwas besonderes.

Begleitet wurden die beiden von der 68-jährigen Lauf-Legende Klaus Huber, die von einem nostalgischen Bischofshof-Fahrrad aus Getränke und kleine Snacks anreichte. Auch wenn der Wenzenbacher mehrheitlich „nur“ in die Pedalen treten musste, seien die 106 Kilometer doch „eine ganz schöne Strecke“, resümiert Huber. Beim Viertel- und Dreiviertelmarathon schnürte auch er die Laufschuhe.

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