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Radfahren

Fahrradaktion soll 3000er-Hürde nehmen

Die AOK und der ADFC ermutigen Regensburger, das Auto öfter stehen zu lassen. Sie sollen stattdessen auf das Rad umsteigen.
Von Lena Krieger und Etienne Nückel

Die Initiatoren der Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“Foto: Etienne Nückel
Die Initiatoren der Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“Foto: Etienne Nückel

Regensburg.Es ist gesund, schont die Umwelt, entspannt den Verkehr und macht außerdem noch Spaß: das Radfahren. Daher startet die AOK in Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) die Mitmachaktion „Mit dem Rad zur Arbeit“. Die Teilnehmer werden dazu ermutigt, in der Sommeraktion in den Monaten Mai bis August an mindestens 20 Tagen mit dem Fahrrad in die Arbeit zu fahren. Im vergangenen Jahr nahmen in Regensburg 2488 Personen teil.

Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer ist Schirmherrin der Aktion. Sie hat sich für dieses Jahr 3000 berufstätige Teilnehmer zum Ziel gesetzt. Hermann Brandl, Geschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. (vbw), möchte außerdem insgesamt 600 Firmen zur Teilnahme an der Aktion begeistern. Auch der Arbeitgeber profitiert enorm von einem radelnden Mitarbeiter. Das Unternehmen muss weniger Parkplätze zur Verfügung stellen und der Arbeitnehmer wird statistisch gesehen seltener krank.

Die Regensburger sollen mehr radeln

Nur 30 Minuten Bewegung drei- bis viermal die Woche sind gut für den Körper und seine Gelenke und beruhigen außerdem den Geist. Katja Ertl, Regionssekretärin Oberpfalz des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DBG), sieht „Mit dem Rad zur Arbeit“ als gute Möglichkeit, Bewegung ohne viel Aufwand in den Alltag zu integrieren. Außerdem sei Radfahren ein effektiver Beitrag zum Klimaschutz. 2018 konnten durch die Mitmachaktion 15 Millionen Kilometer und dadurch drei Millionen Kilogramm CO2 eingespart werden. Auch Staus und Baustellen können mit dem Rad bequem umfahren werden.

Neben einer verbesserten allgemeinen Gesundheit haben die Teilnehmer auch die Chance auf zahlreiche Sachpreise. Die Gewinne sind in Team- und Einzelpreise aufgeteilt. Jeden Monat gibt es auch einen speziellen Monatspreis. Die Preise für die Aktion werden von Unternehmen gestiftet.

Mobilität

Regensburger Radler fordern Sicherheit

Die Stadt wirbt für das Radeln. Auf den Straßen haben aber Autos Vorrang, kritisieren die Biker und starten eine Petition.

Alle Beteiligten sind sich darüber einig, dass das Fahrradfahren prinzipiell eine rundum gute Sache ist. Trotzdem machen sie klar, dass das Radeln, vor allem in Regensburg, auch sehr gefährlich sein kann.

Die Bürgermeisterin verspricht den Ausbau des Fahrradnetzwerks. Die neuen Radwege sollen fernab von viel befahrenen Straßen, Autos und deren Abgasen verlaufen. Ziel ist es, die Zahl der Unfälle vor allem mit abbiegenden Kraftfahrzeugen zu verringern. Außerdem soll Radfahrern so ermöglicht werden, ihr Ziel auf direkterem Weg zu erreichen. Das größte Problem für den weiteren Ausbau von Radwegen sei der fehlende Platz.

Die Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ findet dieses Jahr zum 18. Mal in Regensburg statt. In Bayern haben im vergangen Jahr 64000 Menschen daran teilgenommen.

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