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Freizeit

„Fair feiern“ in Regensburg wirkt

Die Zahl der Bußgelder wegen Ruhestörung in Regensburg sinkt. Trotzdem will ein Bündnis Feiernde weiter sensibilisieren.
Von Aaron Grassl

Eine „Silent Disco“ wird es wieder am 27. und 28. Juli geben. Archivfoto: mds
Eine „Silent Disco“ wird es wieder am 27. und 28. Juli geben. Archivfoto: mds

Regensburg.Die Regensburger Altstadt hat einiges zu bieten: prächtige Fußgängerzonen, Geschäfte, Gastronomiebetriebe und natürlich ihr besonderes italienisches Flair. In der Regensburger Innenstadt wird eingekauft, gewohnt, gelebt und natürlich auch gefeiert. Bei genauem Hinsehen lassen sich jedoch auch Schattenseiten entdecken.

Gerade das Feiern in den Clubs und Bars sorgt immer wieder für Ärger bei den Anwohnern. Es gibt Probleme mit Lärm, Müll und mutwilligen Zerstörungen. Für die Menschen, die in der Innenstadt leben, ist dies oftmals wahrlich kein Vergnügen. Laute Musik und Gegröle des Partyvolks bringen so manchen Anlieger um den Schlaf.

Initiative wirbt um Rücksicht

Damit alle die Altstadt genießen können – die, die dort wohnen und die, die dort feiern – setzt sich die Initiative „Fair Feiern“, ein Bündnis der Regensburger Altstadtgastronomen, Altstadtbewohner, der Polizei und der Stadt Regensburg, für eine Verbesserung des Regensburger Nachtlebens ein. Fair feiern heißt dabei: Alle Beteiligten versuchen außerhalb der Clubs und Bars Rücksicht auf die Anwohner zu nehmen.

Gastronome und Stadt setzen sich gemeinsam für eine ruhigere Altstadt ein. Foto: Graßl
Gastronome und Stadt setzen sich gemeinsam für eine ruhigere Altstadt ein. Foto: Graßl

Grundsätzlich, so Rechts- und Regionalreferent Dr. Wolfgang Schörnig, müsse man Verständnis für die Feierwütigen haben. Die meisten hätten keine bösen Absichten. Jedoch müssten sie dafür sensibilisiert werden, dass Anwohner ein Recht auf ihre Nachtruhe haben. Und tatsächlich sind bereits positive Ergebnisse zu verzeichnen. Im Jahr 2013 hat es noch 300 Bußgelder wegen Ruhestörung in der Altstadt gegeben. Im vergangenen Jahr waren es hingegen nur noch 38.

Damit diese Tendenzen weiter verstärkt werden können, stellte das Aktionsbündnis eine Hashtag-Gewinnspielkampagne vor. Die Teilnahme am Gewinnspiel erfolgt durch das Setzen des Hashtags #FairFeiern zu Partyfotos auf Instagram. Die Bilder, zu denen der Hashtag gesetzt wird, müssen dabei in Regensburg aufgenommen worden sein. Zweck der Kampagne ist es, die Zielgruppen nicht nur mit Promotion-Teams und Plakaten, sondern auch in den sozialen Medien zu erreichen.

„Silent Disco“ ist wieder geplant

Eine weitere Aktion zur Sensibilisierung wird beim Bismarckplatzfest am 27. und 28. Juli stattfinden. Jeweils von 22 bis 24 Uhr wird es zum wiederholten Mal eine „Silent Disco“ geben, bei der Teilnehmer gegen Pfand Kopfhörer ausleihen können, über die sie die Musik der DJs „Aethon“ und „Gebrüder Mayr“ genießen können.

Auch die Junggesellenabschiede betreffend ist es ruhiger geworden. Dies ist vor allem dem Einsatz von Martin Stein, Inhaber der Cocktailbar „Wunderbar“, zu verdanken, der mit einer Aufkleberkampagne darauf aufmerksam gemacht hat, dass die betrunkenen Männer- und Frauenbanden in seinem Lokal nicht willkommen sind.

Gewinnspiel #FairFeiern

  • Mitmachen:

    Um am Gewinnspiel teilnehmen zu können, muss der Hashtag #FairFeiern zu Instagramfotos gesetzt werden. Das Profil muss auf „öffentlich“ gestellt sein.

  • Bedingung:

    Die Bilder müssen in Regensburg aufgenommen worden sein und sich ums Feiern drehen.

  • Gewinn:

    Die Gastronomen des Aktionsbündnisses stellen für die Aktion attraktive Preise, wie Verzehrgutscheine, freien Clubeintritt und Festivaltickets.

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