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Feuerwehr muss wegen Corona umplanen

Die Wachmannschaften der Berufsfeuerwehr Regensburg werden nicht mehr durchgemischt. Auch der Sport ist reguliert.

Sicherheitsabstand von 1,5 Metern einhalten – das gilt auch für die Berufsfeuerwehr Regensburg. Foto: Martin Meißner
Sicherheitsabstand von 1,5 Metern einhalten – das gilt auch für die Berufsfeuerwehr Regensburg. Foto: Martin Meißner

Regensburg.Die Ausbreitung des Corona-Virus hat den Alltag der Berufsfeuerwehr Regensburg umgekrempelt. Damit die Feuerwehr auch weiterhin für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche im Einsatz sein kann, muss laut einer Pressemitteilung der Berufsfeuerwehr eine Vielzahl von Maßnahmen getroffen werden.

Die erste Hürde ergibt sich bereits beim morgendlichen Wachwechsel. Ab acht Uhr morgens übernimmt die „neue“ Wachmannschaft den Dienst. Um eine Durchmischung der verschiedenen Wachabteilungen und damit eine potenzielle Ansteckung zu vermeiden, wurde festgelegt, dass die Kollegen der unterschiedlichen „Partien“ keine Berührungspunkte mehr haben dürfen.

Fahrzeuge sind stets einsatzbereit

So soll verhindert werden, dass eine Ausbreitung des Virus von einer zur anderen Wachabteilung erfolgt. Im Krankheitsfall müsste dann„nur“ eine Wachabteilung den Dienst quittieren. In der täglichen Umsetzung bedeutet das: Erst wenn die Kollegen über den Hinterausgang in den Feierabend gegangen sind, bezieht die neue Wachabteilung das Wachgebäude. Der Informationsaustausch zwischen den Wachabteilungen untereinander erfolgt über die Führungsdienste. Natürlich ist aber zu jeder Zeit gewährleistet, dass alle Fahrzeuge dauerhaft einsatzbereit sind.

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Ist der Dienst übernommen, erfolgt die Einteilung der Funktionen und die Besprechung der anstehenden Arbeiten des Tages. Alles natürlich in einem Abstand von mindestens 1,5 Metern. Nachdem die Fahrzeuge gecheckt sind, werden die täglichen Arbeiten erledigt. Auch hierbei wird laut der Pressemitteilung immer auf die notwendige Hygiene geachtet.

Schichtsystem auch beim Sport

Um fit für die anstrengenden Einsätze zu bleiben, müssen die Feuerwehrleute jeden Tag Dienstsport machen. Aber auch hier gibt es mittlerweile Einschränkungen aufgrund der Bedrohung durch das Coronavirus. Beispielsweise dürfen sich im „Cardioraum“, also dem Raum in dem sich die Einsatzkräfte mit Laufbändern, Spinningrädern und Cross-Trainern fit halten, nicht mehr als vier Personen gleichzeitig aufhalten. Nur so kann ein notwendiger Abstand zwischen den Kollegen sichergestellt werden. In jeder Schicht wird Sport nun im wahrsten Sinn des Wortes „schichtweise“ gemacht, heißt es in der Mitteilung.

Auch die Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Abteilungen wie der Integrierten Leitstelle, der Abteilung Technik und dem Vorbeugenden Brandschutz müssen sich an die vorgegeben Regeln halten. Zwischen den Disponenten in der Integrierten Leitstelle und dem Personal der Wachabteilung wird nur noch per Telefon kommuniziert.

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Die Abteilung Vorbeugender Brandschutz, welche im Normalbetrieb engen Kontakt zu Architekten, Planern und Bauarbeitern hat, hat hingegen ihr normales Tagesgeschäft fast komplett eingestellt. Die meisten Mitarbeiter unterstützen nun die Wachabteilungen beim Einsatzdienst.

Reanimation mit Schutzausrüstung

Termine und Besprechungen, vorwiegend natürlich per Telefon, werden nur noch durchgeführt, sollten Entscheidungen für den unbedingten Ablauf des öffentlichen Lebens notwendig sein. Aber selbstverständlich gebe es bei der Feuerwehr auch Situationen, bei denen der notwendige Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, beispielsweise bei Reanimationen oder der Befreiung von Menschen in Notlagen. „Natürlich versuchen wir in solchen Fällen die fehlende Distanz durch Schutzausrüstung, Masken, Brillen, usw. zu kompensieren. Aber sobald es wieder möglich ist, Abstand zu halten, machen wir das auch“, schreibt die Berufsfeuerwehr.

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