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Geocacher

Flashmob auf dem Neupfarrplatz

Im Internet wurde zu einem sogenannten „Freeze Flashmob“ von und mit Geocachern aufgerufen. Rund 50 Teilnehmer aus ganz Bayern verharrten mehrere Minuten in ein- und derselben Position - und sorgten für Verwunderung bei den Passanten.
von Philipp Seitz und Nina Köstler, MZ

Regensburg. Wieder einmal sollte der Neupfarrplatz am Samstagnachmittag zum Schauplatz eines sogenannten Flashmobs werden: Anlässlich des „World Wide Flash Mob IX“, ein spontanes weltweites Treffen von und mit Geocachern, wurde über das Internet dazu aufgerufen, sich um 14 Uhr auch in der Regensburger Altstadt einzufinden. Die Teilnehmer sollten sich „soweit wie möglich auf dem Neupfarrplatz verteilen und unauffällig umherlaufen“, hieß es auf der Internetseite zum Treffen. Geplant war ein „Freeze Flashmob“: Auf ein vorher ausgemachtes Kommando - in diesem Fall ein Pfiff um Punkt 14 Uhr - sollten die Teilnehmer für fünf Minuten in ihrer augenblicklichen Position „einfrieren“ und anschließend weitergehen, als wär nichts passiert. Um die 50 Teilnehmer aus ganz Bayern waren dem Aufruf gefolgt. Am Dani-Karavan-Denkmal warfen sie sich in verschiedene Posen - und sorgten so für erstaunte Gesichter bei den Passanten.

„Die Leute waren beim Anblick der regungslosen Flashmob-Teilnehmer schon irritiert“, berichtete Steffen Kipping, der die Aktion organisiert hat. Ziel des Flahmobs sei es, „neue Leuten kennenzulernen und die Gesellschaft auf die kleinen Sachen aufmerksam zu machen“, berichtete eine Teilnehmerin. „An mir ist ein Kind mit offenen Mund vorbeigegangen“, erzählte sie. Ihren „echten“ Namen sollen die Flashmob-Teilnehmer nicht öffentlich kundtun.

„Man darf während des Flashmobs auch nichts sagen, nicht einmal lachen“, erklärten zwei Damen, deren Nickname „mia zwoa“ lautet. Das sei ihnen bei den verduzten Gesichtern der Passanten teilweise schon sehr schwer gefallen, verraten sie lachend. An weiteren Flashmob-Aktionen wollen sie sich auf jeden Fall wieder beteiligen: „Es ist ein schönes Hobby, man lernt viele neue Leute kennen und schließt Bekannt- und Freundschaften.“

Unter „Flashmob“ versteht man eine kurze, scheinbar spontane Menschenansammlung in der Öffentlichkeit, bei der fremde Menschen zusammen eine ungewöhnliche Sache tun. Der „World Wide Flash Mob“ findet bereits zum neunten Mal statt und soll die Geocaching-Bewegung promoten. Geocaching ist eine Art virtuelle Schatzsuche per GPS. Die geografischen Koordinaten der Verstecke, die sogenannten „Caches“, werden im Internet veröffentlicht und können von den Schatzsuchern mit Hilfe eines GPS-Empfängers gesucht werden. Über die jährlichen Flashmobs sollen Geocacher auf der ganzen Welt auf kreative Art und Weise zusammengebracht werden, heißt es auf der WWFM-Homepage. Hier ist auch zu lesen, dass in 31 Ländern vergleichbare Aktionen wie in Regensburg geplant waren. Erwartet wurden weltweit insgesamt 10.000 Teilnehmer.

Das erste WWFM-Event fand im Mai 2007 mit rund 1000 Teilnehmern bei 20 Veranstaltungen in zwei Ländern statt. Seitdem wird über das Internet regelmäßig zu solchen Aktionen aufgerufen. Die Teilnehmerzahl steigt stetig. Im vergangenen Jahr nahmen fast 10.000 Menschen bei 215 Aktionen in 25 Ländern teil - auch in verschiedenen deutschen Städten wurden Flashmobs abgehalten.

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