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Flotte Geschäftsidee: Ein Butler holt und bringt

Sie haben Hunger, aber keine Zeit oder Lust essen zu gehen? Ein Kurierdienst hat für dieses Problem eine Lösung – und nicht nur für dieses...
Von Eva Rieger, mz

Wie sich die Zeiten ändern: Um sich Daniel Pauer als „DeinButler“ leisten zu können, muss man kein schwerreicher Adeliger sein. Ein paar Klicks im Internet, und das „Butlermobil“ ist unterwegs. Foto: Maria Gruber

Regensburg. Schwarze Hose, weißes Hemd, rote Fliege – der Job von Daniel Pauer erschließt sich auf den ersten Blick. Der 22-Jährige ist Dienstleister, genauer gesagt Gründer und Mitinhaber von „DeinButler“. Wie es sich auch für einen modernen Butler gehört, ist der Jungunternehmer freundlich, höflich – und natürlich unter Zeitdruck. Gerade einmal 30 Minuten hat er an diesem Vormittag für die MZ, dann geht die Arbeit weiter – schließlich hat ein Butler immer zu tun.

Daniel Pauers Einsatz beginnt um 11 Uhr. Ab dann können gestresste Berufstätige, kochfaule Studenten – eigentlich alle Regensburger sich beispielsweise das Essen nach Hause bringen lassen. Ob Gyros, Sushi oder Pizza – der Kunde hat unter 1000 Gerichten die Qual der Wahl. Und das geht so: Unter „www.deinbutler.de“ die Lieferadresse angeben und schon werden alle verfügbaren Restaurants angezeigt, die einer der grauen Butler-Flitzer anfährt. Einfach ein Gericht aussuchen – der Mindestbestellwert liegt je nach Lieferadresse zwischen 9 und 19 Euro – und anklicken. Den Rest erledigt der Butler – ohne Mehrkosten für den Auftraggeber. Pro Auftrag können Gerichte von bis zu drei Restaurants ausgewählt werden, täglich bis Mitternacht ist der rasende Bote im Einsatz.

Der Essensdienst ist das Hauptgeschäft von Pauer und seinen mittlerweile sechs Kollegen, aber nicht nur: „Wir transportieren auch Pakete, vergessene Schlüssel, DVDs aus der Videothek, oder auch mal ein Sixpack von der Tanke – was so anfällt“. Bis zu 20 Euro geht der Butler in Vorleistung.

Der aus München stammende Jungunternehmer gründete mit seinem Freund Nemo Magnusson vor fünf Jahren in Füssen einen Kurierdienst namens „Danis Heimservice“, noch während er gerade Abitur machte. Damals nur, um neben dem Abi etwas Geld zu verdienen. Die Schüler starteten mit vier Partnerrestaurants und belieferten Kunden im Umkreis von Füssen und Kempten.

Mittlerweile wurde die Firma in „DeinButler“ umbenannt und versorgt seit November Besteller aus der Region Regensburg. Der Einsatzort wechselte, was blieb ist der Erfolg des Konzepts: „DeinButler ist so erfolgreich, dass ich heute von den Erträgen gut leben kann,“ berichtet Daniel Pauer. Sagt’s und will schon wieder los. Schnell noch ein Foto, denn die Zeit drängt und der Kunde hat gerufen. Das Erfolgsgeheimnis von „DeinButler“ erklärt sich damit von selbst.

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