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Wissen

Forschungsprojekte einfach erklärt

Fünf Wissenschaftler traten in Regensburg zum Bayern-Entscheid von FameLab an. Themen: Server, Stromnetz – und Kaninchen.
Von Lorenz Nix

Das Kaninchen von Dr. Ziege hat sich durch ein ausfahrbares Horn zum Fabelwesen verwandelt.  Foto: Lorenz Nix
Das Kaninchen von Dr. Ziege hat sich durch ein ausfahrbares Horn zum Fabelwesen verwandelt. Foto: Lorenz Nix

Regensburg.Hochschule und Universität in Regensburg haben den Lehrbetrieb eingestellt. Wie viel Lust die Regensburger dennoch auf Wissenschaft haben, zeigten die voll besetzten Reihen im Kulturzentrum Alte Mälzerei am Donnerstag. Bereits zum sechsten Mal wurde der bayerische Vorentscheid des internationalen Wettbewerbs FameLab in der Domstadt ausgetragen.

Bei FameLab versuchen Forscherinnen und Forscher ein wissenschaftliches Thema aus den Naturwissenschaften, der Medizin und der Technik einem breiten Publikum verständlich und vor allem unterhaltsam zu erklären. Dabei gibt es jedoch einiges zu beachten: Die Fläche, die den Kandidaten bei ihrem Vortrag zur Verfügung steht, beträgt genau einen Quadratmeter. Auch etwaige Requisiten müssen innerhalb dieser Beschränkung Platz finden. Außerdem darf ein Vortrag maximal drei Minuten dauern.

Jury lobte Dialekt

Fünf Kandidaten traten bei FameLab in Regensburg gegeneinander an. Den Start machte Peter Hausler von der OTH Regensburg. Der Mikrosystemtechniker hat mit Kollegen einen Sensor entwickelt, der erkennt, wenn Transformatoren im Stromnetz überlastet sind. Das sei wichtig, denn ohne Strom gebe es beispielsweise „koa Netflix ned“. Jurymitglied Klaus Kusenberg fand vor allem den Dialekt des Wissenschaftlers sehr charmant, da er für ihn „irgendwie einen Widerspruch zum präsentierten Gegenstand“ darstelle.

Pandemie

Corona: Global Player verschärfen Regeln

Die Ausbreitung des Virus sorgt Regensburger Firmen. BMW, Krones, Conti, Infineon und Osram ergreifen weitere Maßnahmen.

Henrik Heuer, Mediziner am BioPark, stellte mit Mefisto ein Projekt vor, das Osteoarthrose im Knie auf moderne Behandlungsmöglichkeiten untersucht. André Bauer, Informatiker aus Würzburg, beschäftigt sich damit, Serverauslastung vorherzusagen, um so Energie zu sparen und jederzeit genau angepasste Rechenkapazitäten bereitzustellen.

Papp-Kaninchen als Veranschaulichung

Der Argentinier Augustín Mumare stellte in seinem Vortrag einen Wasser-Boiler aus recycelten Materialien für arme Familien in Südamerika vor. Als letztes trat Dr. Madlen Ziege aus Potsdam auf die Bühne. Zur Veranschaulichung präsentierte sie ein Papp-Kaninchen. Sie forscht zu Stadtkaninchen und deren Eigenheiten. Während es beispielsweise in der Innenstadt von Frankfurt am Main vor einigen Jahren noch sehr viele Kaninchen gegeben habe, seien diese nun auf mysteriöse Art und Weise verschwunden. Woran das liege, wisse man nicht.

Natürlich gab es auch etwas zu gewinnen: Durch den lautesten Applaus gewann Peter Hausler den Publikumspreis. Die Juroren entschieden sich für Dr. Madlen Ziege als Zweitplatzierte und André Bauer als Erstplatzierten. Diese dürfen sich nun über 200 beziehungsweise 300 Euro freuen und fahren außerdem zum Deutschland-Finale von FameLab nach Berlin.

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